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Rothorn fehlt die Erfahrung

2.-liga-fussballAufsteiger Rothorn geriet gegen Büren an der Aare 0:2 in Rückstand. Nach dem Anschlusstreffer von Rakipi verpassten es die Brienzer, in Überzahl eine Wende herbeizuführen.

Bereits zum zweiten Mal konnte der Aufsteiger Rothorn vor eigenem Publikum antreten. Nach Aufsteiger Langenthal (5:4) war diesmal Büren an der Aare zu Gast. Die Brienzer wollten dem eigenen Anhang trotz brütender Hitze etwas zeigen. So traf Kevin Wettach bereits in der Startminute nur den Pfosten. Die Oberländer dominierten und hatten mehr Ballbesitz. Die Chance den verdienten Führungstreffer zu erzielen, vergab Christian Wenger im Übereifer. Von Sulejman Rakipi in der 28. Minute mit einem öffnenden Querpass herrlich angespielt, brachte Wenger den Ball nicht an Büren-Goalie Beyeler vorbei. Ja, wenn man die Tore nicht macht, bekommt man sie. So stellten Manuel Scheidegger und Adrian Kurti zwischen der 32. und 33. Minute, mit einer Freistoss-Doublette, die 2:0-Führung her. Es hätte in der 44. Minute für das Team von Trainer Hakik Rakipi noch schlimmer kommen können. Doch Scott Mbemba, brachte das Kunststück fertig, nachdem er Torhüter Sascha Boss ausgedribbelt hatte, statt den Ball einfach einzuschieben, hoch über das Tor zu knallen. Einen 0:3-Rückstand, hätte Rothorn bei dieser Hitze wohl nicht mehr aufgeholt. «Ich bin schon lange Trainer, aber so etwas habe ich noch nie gesehen», schüttelte Büren-Trainer Kurt Baumann nach dieser Grosschance den Kopf. Als Rakipi kurz nach der Pause einen Freistossball zum 1:2 ins Tor köpfelte, kamen die Seeländer wieder ins Zittern. Nur noch mit 10 Mann Kam noch dazu, dass Adrian Steinbacher sich innert drei Minuten unklug zwei gelbe Karten einhandelte und demzufolge in der 57. Minute ausgeschlossen wurde. Die Platzherren hatte so über eine halbe Stunde Zeit, in Überzahl die Wende herbeizuführen. Glück hatte Rothorn-Innenverteidiger Zef Nushi, als er auch Rot zu sehen bekam, der Schiedsrichter nach Rücksprache mit dem Linienrichter aber den Entscheid zurücknahm. Auch der leicht zu provozierende Ex-Thun-Spieler Rakipi hätte mit seiner Erfahrung und seinem technischem Können einen ruhigen Kopf bewahren müssen. So kamen die zehn Gäste immer mehr zu Konterchancen. Es war dem überzeugenden Rothorn-Hüter Boss zu verdanken, dass Büren nicht schon in der offiziellen Spielzeit die definitive Siegsicherung gelang. In der hektischen Nachspielzeit handelte sich Boss nach einem Notbremsefoul noch eine Ampelkarte ein. So erzielte der eingewechselte Sandro Imperiali in der 94. Minute mit einem Kontertor noch das 1:3. Gute Ansätze sind vorhanden, aber der übereifrige Aufsteiger muss noch abgeklärter werden. Dieser Meinung ist auch Trainer Rakipi. «Wir hätten bevor der Gegner mit zwei Standards in Führung ging, schon Treffer erzielen müssen», haderten Vater und Sohn Rakipi. Sie hätten aber gute Ansätze gesehen, welche für das Bestehen in der Zweitliga eigentlich zuversichtlich stimmen, fanden die aus Mazedonien stammenden Rakipis. Peter Russenberger>

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