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Sanierungsarbeiten dauern bis Ende Jahr

Die Sanierung der zerstörten Wohnungen wird mehrere Monate dauern. Die Schadenssumme, welche in Millionenhöhe geht, ist noch nicht

Wieso konnte sich das Feuer im Haus am Bahnhof über mehrere Wohnungen hinweg ausbreiten? Gab es keine Brandmauern? Solche Fragen stellten sich viele Beobachter des Brandes beim Thuner Bahnhof. «Natürlich gibt es Brandmauern. Zudem ist auch die ganze Dachkonstruktion aus Beton», betonte gestern auf Anfrage Architekt Franz Sennhauser vom Architekturbüro HMS in Spiez und Thun. Das Büro hat das Gebäude vor rund 20 Jahren entworfen und ist nun auch für die Sanierung zuständig. «Wäre die Dachkonstruktion wie üblich aus Holz gewesen, wären die Folgen des Brandes noch viel gravierender», erläuterte Sennhauser. So blieb das Dachgeschoss beim Haus 6 unversehrt. Die gewählte Betonkonstruktion, die mit Metallblech abgedeckt ist, sei ein bewährtes Dachsystem. Die grosse Ausbreitung des Feuers führt er vor allem auf die starken Winde zurück. «Ich hätte nie gedacht, dass sich ein Feuer in diesem Gebäude so ausbreiten könnte», meinte Sennhauser. Glück mit dem Wetter Die Aufräumarbeiten sind bereits in vollem Gang. Zudem wird nun als Erstes ein Notdach erstellt, das in den nächsten Tagen fertig wird. «Zum Glück haben wir trockenes Wetter, das hält den Schaden etwas in Grenzen», sagte Sennhauser. Der grösste Teil des Gebäudes sei wieder bewohnbar. Die Notmassnahmen im Bereich Sanitär und Elektro seien abgeschlossen. Etwa zehn Wohnungen bleiben aber längere Zeit unbewohnbar. «Die Sanierung wird sicher mehrere Monate in Anspruch nehmen und wohl bis Ende Jahr dauern», erläuterte Sennhauser. Ein genauer Terminplan konnte allerdings noch nicht erstellt werden. So lässt sich auch das Schadensausmass noch nicht näher beziffern. Es sei klar, dass der Schaden in Millionenhöhe gehe. «Etwa in zwei Wochen können wir dazu mehr sagen», so Sennhauser. Roland Drenkelforth>

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