Sankt-Beatus-Höhlen in neuem Licht

Eine moderne Lichtanlage setzt den Kraftort Sankt-Beatus-Höhlen neu in Szene.

Beleuchtete Naturwunder: Die Lichtinszenierungen sollen den Besuchern ein noch eindrücklicheres Schauspiel liefern.

Beleuchtete Naturwunder: Die Lichtinszenierungen sollen den Besuchern ein noch eindrücklicheres Schauspiel liefern.

(Bild: Bruno Petroni)

«Das Millionen Jahre alte Naturwunder, die Sankt-Beatus-Höhlen, zieht Besucher aus aller Welt an. Neu inszeniert mit moderner Lichtanlage, sind die Höhlen ein Erfolgsfaktor für die touristische Zukunft der Region», sagte Michael Lüthi, Verwaltungsratspräsident der Beatushöhlen-Genossenschaft, am Mittwoch bei der offiziellen Eröffnung der neuen Lichtanlage der Höhlen mit geladenen Gästen. Roberto Brigante (Thun) umrahmte den Anlass mit Gitarrenmusik und Gesang.

«Die Beatushöhlen sind eines der ältesten touristischen Angebote der Schweiz. Seit über 100 Jahren sind sie für Besucher zugänglich. Man erlebt dort ein Naturschauspiel besonderer Art», erklärte Daniel Sulzer, Direktor von Interlaken Tourismus (TOI). VR-Präsident Lüthi meinte: «Die Beatushöhlen sind auch ein Kraftort», und überreichte Sulzer als Geschenk für die gute Zusammenarbeit einen Kristall aus der Höhle «als Kraftquelle».

Dramatische Einweihung

Die Festgemeinde betrat die Höhle, die nur von Kerzen in Gläsern am Boden schwach beleuchtet war. Untermalt von dramatischer Musik tasteten sich die Gäste vorbei am wirbelnden Wildwasser zu einem kleinen unterirdischen See. Es ertönte ein lauter Knall, dann wurde es strahlend hell: Michael Lüthi, Daniel Sulzer und Michael Rupp, Geschäftsführer der Beatushöhlen, hatten die Lichtanlage in Betrieb gesetzt.

Auf dem etwa 800 Meter langen Marsch ins Berginnere konnten die Gäste die indirekte Wegbeleuchtung mit LED-Licht und damit ein neuartiges Gefühl für den Raum erleben. Diskrete Spots setzten spektakuläre Objekte wie besondere Felsformationen in Szene. Auch der Bach wird neu mit Unterwasserlichtern ausgeleuchtet. Digitale Displays zeigen die Namen der Plätze wie etwa Burg-, Bach- oder Dreischwesterngrotte. Es gibt sogar einen Standort, wo Gäste bei Kerzenlicht ein Höhlen-Raclette geniessen können.

275 neue LED-Lampen wurden montiert und 18 Kilometer Kabel verbaut. Das Konzept entwickelte die Erlebnisplan GmbH, Luzern. Für die technische Umsetzung zeichnet die Elektro Hunziker AG, Thun, verantwortlich. Die Kosten für die neue Lichtanlage liegen bei 620'000 Franken, die die Genossenschaft dank der wirtschaftlich erfolgreichen Vorjahre aus Eigenmitteln decken kann. Geschäftsführer Michael Rupp über die neue Strategie von Genossenschaft und Verwaltung: «Wir wollen dem Gast ein qualitativ gutes Höhlenerlebnis bieten. Wichtig ist uns, dass die Höhlen die authentische Natur widerspiegeln.»

Berner Oberländer

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