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SBB gleiste ihre Gastronomie neu auf

zürichFreunde der rollenden Gastronomie können sich freuen: Bis 2013 modernisieren die SBB ihre 18 einstöckigen Speisewagen für 6,5 Millionen Franken. Kulinarisch setzt die SBB-Gastronomietochter Elvetino vermehrt auf «Swissness».

Auffälligstes Merkmal der modernisierten Speisewagen des Typs WRm IV ist der Aussenanstrich: das Rostrot ist einem leuchtenden Rot gewichen, das durch ein durchgehendes weisses Band durchbrochen wird. Der erste Wagen rollte am Donnerstag aus der SBB-Werkstätte in Zürich-Altstetten. Fahrplanmässig eingesetzt wird er Anfang September. Das Interieur ist in der Grundstruktur erhalten geblieben, wirkt aber durch neue Farbgebung, Fenster, Teppiche und Stuhlüberzüge aus Kunstleder luftiger und frischer. Erneuert und funktionaler gestaltet wurde auch die Küche. Das Speisewagen-Catering habe bei den SBB schon verschiedene Höhen und Tiefen erlebt, räumte die Leiterin Personenverkehr, Jeannine Pilloud, anlässlich des Rollouts des ersten modernisierten Speisewagens ein. Die SBB seien aber wieder bereit, in diesen Bereich zu investieren. Die Bahngastronomie sei eine wichtige Visitenkarte für die SBB. Trend sei zwar, die Fahrgäste so schnell als möglich von A nach B zu bringen. Essen und Trinken im Zug wirke dagegen entschleunigend. «Die Fahrgäste sollen ihre Zeit unterwegs in einem schönen Ambiente geniessen und nutzen können», erklärte Pilloud. Dabei spiele die Bahngastronomie eine wichtige Rolle. Die 18 einstöckigen Speisewagen stammen aus dem Jahre 1988. Bis Ende 2013 werden sie nun etappenweise umgerüstet und technisch auf einen modernen Stand gebracht. Eingesetzt werden sie auf den Strecken zwischen Chur-Zürich HB-Basel-Hamburg, Zürich HB-München und Basel-Interlaken/Brig. Über eigene Speisewagen verfügen die Intercity (IC) und Intercity Neigezüge (ICN). Die Doppelstockzüge werden mit Speisewagen und/oder Bistro betrieben. Letztere haben sich allerdings als Flop erwiesen und sollen ebenfalls umgestaltet werden. Neue Wege beschreitet die SBB-Tochter Elvetino beim kulinarischen Angebot, wie deren Chef Yvo Locher erklärte. Serviert werden Leckereien, die regional und saisonal abgestimmt sind. Zudem gibt es mehr vegetarische Gerichte und es wird mehr auf Fairtrade geachtet. Einheimische Produkte Neu wird die Speisekarte monatlich gewechselt. Voll auf «Swissness» setzt Elvetino bei den Weinen: Serviert werden rote und weisse Tropfen aus dem Wallis, aus der Waadt, dem Tessin und der Region Genf. Auch bei den Käsen setzt Elvetino ausschliesslich auf Schweizer Produktion. Die Rezepte stammen von Fernsehkoch Andreas C. «Studi» Studer, der Anfang Jahr den Westschweizer Starkoch Philippe Rochat abgelöst hat. Der Fernsehkoch wisse, was Schweizerinnen und Schweizern schmecke., sagte Locher. Insgesamt betreibt die SBB-Tochter 95 Speisewagen in der Schweiz und erzielt damit einen jährlichen Umsatz von 20 Millionen Franken. sda>

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