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Schaulaufen mit Makel

HandballBasel steht

Es war eine Interjektion, ein unvermittelter, verbaler Ausdruck der Emotionen. Ganz bestimmt. «Ja» schrie Reto Friedli nach 36 Minuten. Den Finalrunden-einzug feierte der Vorkämpfer damit auf seine Weise. Mit 22 zu 13 waren die Berner Oberländer eben in Führung gegangen; sie befanden sich inmitten eines Schaulaufens. Friedli hatte in der Folge bloss noch eine Sorge. Mit Claudio Badertscher, einem Gleichgesinnten, wollte er dessen Treffer feiern. Der aber, sein Ersatzmann, wollte partout nicht hinsehen. Den Thunern glückte gegen den RTV Basel gewiss etliches – von der makellosen Kür waren sie aber eine Winzigkeit entfernt. Namentlich in der Schlussphase offenbarten sie Defizite. Vom zwischenzeitlichen 11-Tore-Vorsprung gaben die Oberländer eine Menge preis. Aber da stand der Berner Sieg längst fest. Die Auswahl Martin Rubins war gegen die Nordschweizer stets auf Kurs gewesen, und mit 36:29 setzten die Oberländer – in den Augen vieler eher Pedalo denn Jacht – den Anker in der Finalrunde. Sandro Badertscher sprach nach der Partie von einer «souveränen Qualifikation». Damit, bestätigte er, habe Wacker Thun das Minimalziel erreicht. Als Penaltyschütze erwies sich der 30-Jährige wiederholt als sehr sicher. Fehlschuss gabs von ihm keinen zu verzeichnen. Aus dem Spiel heraus traf er aber nie, weswegen er seine Leistung als «unbefriedigend» bezeichnete. «Schlafen werde ich dennoch», sagte er. Er räumte ein, dabei von Luxusproblemen zu sprechen. Mit Schwierigkeiten oder gar Problemen werden die Thuner derzeit nicht konfrontiert. Sie müssen lediglich die Form konservieren während des Meisterschaftsunterbruchs, der am 20.März mit dem Gastspiel in Winterthur enden wird. Den Pfad zur Finalrunde passierten die Thuner indes gestern schon. Ausserdem bereicherten sie die Siegesserie um einen Vollerfolg. Die letzten vier Spiele gewann Wacker Thun ausschliesslich. Das ist die Statistik einer gefestigten Mannschaft, mit der auch in der Ausmarchung der sechs Besten zu rechnen sein wird. Szymanski stark Gegen Basel hatte vorab die Zentrale mit den Ausländern Borna Franic und Jakub Szymanski überzeugt. Der Tscheche tat im Speziellen in der Startphase mitunter, wonach ihm gerade war. Mit sechs Toren war er Thuns Treffsicherster – und Gegenstück zu Basels Ruben Schelbert, der kurz nach Spielbeginn und einem Schlag ins Gesicht Spielfeld und Halle gleich verliess. Doch auch Szymanski hatte seinen heiklen Moment. In der 40.Minute verlor der Hüne beim Gang nach hinten das Gleichgewicht. Er war damit gestern der einzige Thuner, der beinahe stolperte. Adrian Horn>

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