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Schicksal einer Flüchtlingsfamilie

Seit Wochen hält sich Yangzom Brauens «Eisenvogel» auf der Bestsellerliste. Ab heute können Sie das Buch hier nachlesen.

Es ist eine Geschichte, die ebenso berührt wie erschüttert. Umso mehr, als sie nicht erfunden ist. In «Eisenvogel» erzählt die Berner Schauspielerin («Cargo») und Kolumnistin Yangzom Brauen vom dramatischen Schicksal ihrer eigenen Familie. Nach dem Einfall der Chinesen in Tibet musste Brauens Grossmutter, eine buddhistische Nonne, mit ihrem Mann und den beiden Töchtern fliehen. «Sie wollten zu Fuss den Himalaja überqueren, mit wenig Geld, ohne Vorstellung von den Strapazen», schreibt die 29-jährige Enkelin. Brauens Mutter, damals ein kleines Mädchen, entkam dabei knapp dem Tod in einer Gletscherspalte, ihre Schwerster starb nach der Flucht in einem verseuchten indischen Flüchtlingslager. Später wurde der Rest der Familie zum Steineklopfen gezwungen, bei jedem Wetter, zwei Jahre lang. Sah so das Paradies aus, das sie sich erhofft hatten? Die Rettung kam doch noch – in Gestalt eines tibetbegeisterten Berner Ethnologiestudenten, der sich in die Mutter von Yangzom Brauen verliebte. In den Siebzigerjahren holte er Mutter und Grossmutter in die Schweiz, was den beiden einen weiteren Kulturschock bescherte. Heute lebt die Mutter in New York, Yangzom Brauen pendelt zwischen Berlin und Hollywood. Nur die Grossmutter lebt noch in Bern, in der Länggass-WG ihres Enkels, wo sie täglich ihren buddhistischen Ritualen nachgeht. lm >

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