Schilthornbahn: Kein Touristen-GA

Mürren

Der Tarifverbund hat entschieden, dass der Swiss Travel Pass am Schilthorn seine Gültigkeit verliert.

Für die Fahrt aufs Schilthorn müssen Touristen mit dem Swiss Travel Pass künftig wieder zusätzlich bezahlen.

Für die Fahrt aufs Schilthorn müssen Touristen mit dem Swiss Travel Pass künftig wieder zusätzlich bezahlen.

(Bild: Bruno Petroni)

Für die Schilthornbahnen ist es ein Rückschlag: Die Tarifgemeinschaft «Direkter Verkehr Schweiz» hat entschieden, dass der Swiss Travel Pass am Schilthorn nicht mehr ohne weiteres gültig ist. Eine grosse Mehrheit der rund 250 Transportunternehmen des Tarifverbunds haben dies in einer Abstimmung besiegelt. Thomas Ammann, Mediensprecher von «Direkter Verkehr Schweiz», bestätigt auf Anfrage eine Meldung der «Zentralschweiz am Sonntag». Demnach ist es der Schilthornbahn nur noch dann gestattet, den Swiss Travel Pass anzuerkennen, wenn sie gleichzeitig das reguläre Generalabonnement für Inländer akzeptiert. Neben der Schilthornbahn sind auch die Stanserhornbahn sowie die Brunni-Bahn in der Zentralschweiz von diesem Entscheid betroffen.

Der Swiss Travel Pass ist eine Art Generalabonnement für ausländische Personen. Er kann für die Dauer zwischen 3 und 15 Tagen gekauft werden und gewährt freie Fahrt per Bahn, Bus und Schiff sowie Eintritt in über 500 Schweizer Museen.

Ab Anfang 2020 in Kraft

Mit diesem Entscheid endet ein Streit zwischen Tourismus-Branchenvertretern, der mehr als ein Jahr lang gedauert hat. Die Schilthornbahn sowie die beiden Zentralschweizer Bahnen akzeptierten das Touristen-GA seit Anfang 2018 und zogen damit sogleich den Unmut ihrer Mitbewerber auf sich.

Die nun beschlossene Änderung des Übereinkommens tritt per 1. Januar 2020 in Kraft – unter Vorbehalt der Genehmigung durch den Verband öffentlicher Verkehr, wie Thomas Ammann sagt. «Bis Ende Juni haben die Bahnen noch Zeit, ihre Teilnahme am Schweizer Generalabonnement-Bereich anzumelden», so Ammann. Für die Brunnibahn ist dies eine Option. Nicht aber für die Schilthornbahn: Bereits im April erklärte Direktor Christoph Egger gegenüber dieser Zeitung, dass es für sein Unternehmen nicht infrage komme, das reguläre Schweizer Generalabonnement zu akzeptieren. «Die Einnahmenverluste wären viel zu gross», so Egger damals.

Berner Oberländer

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