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Schlägerei im Mokka: Afrikaner wurden provoziert

ThunDie Kapo Bern rekonstruiert im Schlussbericht ihrer Ermittlungen die brutale Schlägerei im Mokka.

Die Polizei hat die Ermittlungen mit dem Schlussbericht zur heftigen Auseinandersetzung vom 26. auf den 27.Februar in der Café-Bar Mokka in Thun abgeschlossen (vgl. gestrige Ausgabe). Das teilte die Kantonspolizei gestern in einem Communiqué mit. In besagter Nacht Ende Februar hatten sich mehrere Personen verschiedener Nationalitäten eine wüste Schlägerei geliefert, bei der Mesfen Semer Hagos aus Eritrea, der vor dem Vorfall in Heimberg lebte, schwere Kopfverletzungen davontrug. Nach monatelangem Spitalaufenthalt lebt Hagos derzeit in einem Krankenheim der Region Thun. Nach der Schlägerei musste er Hirnoperationen über sich ergehen lassen. Zudem musste ein Teil seiner Schädeldecke entfernt werden. Heute geht es dem Opfer besser: Es kann wieder gehen und sprechen. An die Schlägerei erinnert sich Hagos allerdings nicht. Die Polizei teilte gestern mit, dass er bis heute nicht befragt werden konnte. Im Rahmen der Ermittlungen zur Mokka-Schlägerei hat die Polizei rund 40 Personen – teilweise mehrmals – befragt. Somit lägen rund 100 Befragungsprotokolle vor. Zahlreiche Spuren seien ausgewertet und verschiedene Dossiers erstellt worden. «Afrikaner tanzten friedlich» Die Kapo Bern rekonstruiert den Vorfall im Untergeschoss der Café-Bar Mokka nach Abschluss der Ermittlungen so: Eine ausländische Gruppierung provozierte die Gruppe Afrikaner, die sich auf der Tanzfläche aufhielt – tanzend und in friedlicher Stimmung. In der Folge kam es zu einer Auseinandersetzung, die von beiden Seiten teilweise mit grosser Brutalität geführt wurde: Die Beteiligten setzten Fäuste und Flaschen ein. Neben Mesfen Semer Hagos erlitten fünf weitere Personen – jeweils ein Mann aus Eritrea und Äthiopien sowie je eine Person aus Mazedonien, Kosovo und der Schweiz – Verletzungen. Vier Männer waren nach der Auseinandersetzung in Untersuchungshaft genommen worden. Zwei der mutmasslichen Täter befinden sich im vorzeitigen Strafantritt. Falls keine weiteren Beweisanträge gestellt werden, soll bis Ende Jahr Antrag auf Überweisung der Angeschuldigten durch die Staatsanwaltschaft an das zuständige Gericht gestellt werden. ddt/pkb>

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