Schmids dritter Sieg in Folge

Reichenbach

Der Adelbodner Jonathan Schmid gewann zum dritten Mal den Blüemlisalp-Lauf. Schnellste Frau war die Walliserin Sabine Kuonen.

Jonathan Schmid beim Zieleinlauf zu seinem dritten Sieg am Blüemlisalp-Lauf in Folge

Jonathan Schmid beim Zieleinlauf zu seinem dritten Sieg am Blüemlisalp-Lauf in Folge

(Bild: Peter Russenberger)

Mit Blick auf die bezaubernde Blümlisalp zehn schöne Meilen zu laufen, ist ein besonders schönes Vergnügen. Dies lockte bei der 14. Auflage wieder gegen 900 Laufbegeisterte ins malerische Kiental. Auch der zweimalige Sieger Jonathan Schmid war wieder am Start.Bekanntlich hatte der 25-jährige Bäcker-Konditor am Samstag als Titelverteidiger an den Berglauf-Schweizer-Meisterschaften in Bütschwil eine sichere Medaille vergeben, weil er vom Weg abgekommen war. Die Frustbewältigung in seiner engeren Heimat Frutigland ist dem Ex-Berglauf-Schweizer-Meister auf den zehn Meilen hoch zur Gries­alp voll gelungen. Seinen letzten Begleiter Lukas Marti hängte er im steilen Aufstieg nach Kiental ab.

Knapp am Rekord vorbei

Zielspeaker Heinz Zurbrügg hat TV-Länggasse-Bahnlangstreck­ler Lukas Marti als einen der Kronfavoriten auf den Sieg angekündigt. Der Engstligtaler erreichte das Berghaus Hotel-Zentrum Griesalp nach einer Stunde, sechs Minuten und 57,2 Sekunden mit 1:20,7 Minuten Vorsprung auf Lukas Marti. «Nach den samstäglichen Strapazen bei der Berglauf-SM rechnete ich mir keine Streckenrekordverbesserung aus», sagte der souveräne Solosieger Schmid. Die Rekordmarke von 1:05,29, aufgestellt von Swiss-Linienpilot Christian Ma­thys, verfehlt Schmid um lediglich 88 Sekunden.

Erfolgreiche Polysportler

Lukas Marti, der die zehn Meilen durch das Kiental als tolles Lauferlebnis und Aufbautraining für seinen ersten Strassenmarathon einstufte, war Vierter über 10 000 Meter bei der Bahn-SM. Mit dem Riggisberger Simon Zahnd, einem früheren Langstrecken­biker und erfolgreichen Duathleten, lief nicht zum ersten Mal ein Polysportler aufs Overallpodest.

Vollauf zufrieden mit seinem Aufritt im Kiental war der viertklassierte Ringgenberger Philipp Feuz. Der gebürtige Lauterbrunner landet bei allen grossen Bergläufen auf Spitzenplätzen.

Mit 11 674 Stufen als grossartiger Sieger und neuer Rekordhalter des Niesentreppenlaufs in den Beinen wurde der einheimische Lukas von Känel am Folgetag grossartiger Fünfter. Dass sein Ski-Mara-und-Patrouille-des-Glaciers-Teamkamerad Marco Wildhaber direkt hinter ihm als Sechster einlief, freute diesen Prachtathleten ganz besonders.

Schnelle Frauen

Und Lukas Marti freute sich riesig, dass seine Freundin Sabine Kuonen schnellste Frau war. Die ebenfalls für den TV Länggasse laufende Walliserin gewann vor der Solothurnerin Sarah Umbricht. Drittschnellste war die All-Blacks-Thun-Athletin Susanne Wings aus Amsoldingen. Die Unterseenerin Karin Jaun musste sich noch handicapiert von einem Sturz mit dem siebten Overallplatz und dem dritten Rang bei den Frauen 40 be­gnügen.

OK-Präsident Ernst Zurbrügg freute sich, dass es mit 99 Startenden bei den Walkern einen neuen Aufschwung gab und sich der 2er-Team-Wettbewerb ebenfalls expandiert.

Ranglistenauszüge Männer: 1. Jonathan Schmid, Adelboden. 2. Lukas Marti, Bern. 3. Simon Zahnd, Riggisberg. 4. Philipp Feuz, Ringgenberg. 5. Lukas von Känel, Reichenbach. 6. Marco Wildhaber, Reichenbach. 7. Markus Bigler, Schlosswil. 8. Philipp Bütikofer, Kernenried. 9. Kaspar Grünig, Spiez. 10. Adrian Kindler, Köniz. 11. Adrian Kindler, Thierachern. 12. Helmut Perreten, Unterseen. 13. Daniel Glogger, Frutigen. 14. Lukas Schärer, Spiez. 15. Peter Portmann, Bern. Frauen: 1. Sabine Kuonen, Lalden. 2. Sarah Umbricht, Lohn-Ammannsegg. 3. Susanne Wing, Amsoldingen. 4. Eveline Glauser, Spiez. 5. Edith Zurbrügg, Adelboden. 6. Sonja Seiler-Keist, Burgdorf. 7. Karin Jaun, Unterseen. 8. Cécile Lanz, Thun. 9. Iris Wenger, Interlaken. 10. Marianne Wittwer, Reichenbach.

Berner Zeitung

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