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«Schockiert über den Namen»

«Der Mohr spaltet das Städtli». Ausgabe vom 20.August Im Auftrag des Bundesamtes für Flüchtlinge (heute Bundesamt für Migration) habe ich im Hotel Mohren, Huttwil, Kurse durchgeführt. Als Fachmann im Bereich Rassismus und gebürtiger US-Amerikaner war ich das erste Mal schockiert, dass das Hotel diesen Namen trägt. Ich gehe davon aus, dass dieses Hotel nie im Besitz eines Afrikaners war und dass dieser Name in einer Zeit entstanden ist, wo über Rassismus weniger reflektiert wurde. Die Zeiten verändern sich. Vieles passiert, das früher undenkbar wäre: Frauen haben das Stimmrecht und sind im Bundesrat stark vertreten; ein Nationalrat ist ersichtlich afrikanischer Herkunft; die Schweizer Fussballnationalmannschaft und die Schweizer Armee sehen vielfältiger aus. Und in der Armee isst man nicht mehr «gestampfter Jude». Ich hoffe sehr, dass alles gemacht wird, um jetzt den Namen des Hotels zu aktualisieren. Es bringt nichts, wenn diskriminierende Begriffe öffentlich unhinterfragt bleiben. Die Initiative des Hotelbesitzers ist lobenswert und verdient die Unterstützung aller. Ron HalbrightPräsident National Coalition BuildingInstitut, Thalwil Biotop kann «nie ersetzt werden» Zur Geplanten Tennisanlage in Langenthal Seit einiger Zeit zeigt sich ein sehr seltener Brutvogel in der Parkanlage in meiner Nachbarschaft. Die Vogelwarte Sempach bestätigte mir, dass es sich um einen jungen Nachtreiher handelt, der sich da sichtlich wohlfühlt. Er liebt und braucht solche Feuchtbiotope. Diese Artenvielfalt mit Vögeln, Pflanzen und vielen Sträuchern und Bäumen muss und sollte man schützen. Eigentlich sollte diese Oase unter Naturschutz gestellt werden. Und nun soll die ganze Anlage einer Tennisanlage weichen – und dies im viel gepriesenen Biodiversitätsjahr. Dass Tennisspieler Anlagen brauchen, ist mir klar. Sie sollen sie auch haben. Aber muss unbedingt eine solch kostbare Anlage durch eine Tennisanlage ersetzt werden? Was da vernichtet wird, kann nie mehr ersetzt werden.Hanni Wackerlangenthal>

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