Zum Hauptinhalt springen

Schöner Herbst brachte viele Gäste

OberlandIm Oktober verzeichnete das Berner Oberland im Vergleich zum Vorjahr 1,4 Prozent mehr Logiernächte. Die Bilanz der Sommersaison sieht jedoch schlechter aus.

Die Sommersaison dauert jeweils von Mai bis Oktober. Wie das Bundesamt für Statistik gestern mitteilte, meldeten die Hoteliers des Berner Oberlandes insgesamt knapp 2,17 Millionen Logiernächte. Das sind 33500 Übernachtungen respektive 1,5 Prozent weniger als in der Sommersaison 2010. Gesamtschweizerisch waren es 2,7 Prozente weniger. Der Kanton Bern büsste nur 0,2 Prozent ein, unter anderem weil die Region Bern 1,2 Prozent mehr Gäste verzeichnete. Die deutlichste Abnahme registrierte Graubünden mit 7,9 Prozent weniger Gästen. «Auch das Tessin und das Wallis verbuchten Rückgänge von 6,6 respektive 5,6 Prozent», informiert das Bundesamt für Statistik. Aufwind im Oktober Der Oktober hingegen war nicht nur wettermässig golden, sondern auch punkto Hotelgäste. Das Oberland verzeichnete gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme um 1,4 Prozent respektive 3300 Logiernächte. Gesamtschweizerisch stellte das Bundesamt für Statistik jedoch einen Rückgang von 2,9 Prozent fest. Die deutlichste Abnahme verzeichnete das Genferseegebiet (minus 11 Prozent). Auch Graubünden (–6,8 Prozent) und das Wallis (–6,1 Prozent) büssten Gäste ein. Für Stephan JJ Mäder, Präsident des Hoteliervereins Berner Oberland, ist klar, wie es zu dieser Zunahme kam: «Das schöne Wetter führte dazu, dass viele den verregneten Sommer nachholen wollten und kurzfristig Kurzaufenthalte buchten.» Zudem habe die Raiffeisenbank eine spezielle Aktion durchgeführt, die im Oberland rund 60000 Logiernächte generierte. Stephan JJ Mäder gibt jedoch zu bedenken: «Die Zunahme ist in einem kleinen Bereich. Zudem hatten einige Häuser im Oktober bereits Saisonpause.» Auch die Zahlen zu den Herkunftsländern seien relativ, sagt der Hotelierverein-Präsident. So verzeichnete die Schweiz eine Zunahme von chinesischen Gästen um 47 Prozent allein im Oktober und um 53 Prozent in der gesamten Sommersaison. Das sind konkret 140000 Logiernächte. Der Rückgang der Gäste aus Deutschland betrug in der Sommersaison 11 Prozent, dies entspricht 348 000 Logiernächten. Aus Grossbritannien kamen 9,5 Prozent (91000) weniger Gäste. Zuversicht dank Schneefall Der Präsident der Oberländer Hoteliers erklärt aber gegenüber dieser Zeitung: «Mit dem jetzigen Jahr 2011 dürfen wir mehr als glücklich sein, die Einbussen sind geringer als erwartet.» Dass es nun in den Bergen geschneit hat, ist eine grosse Erleichterung für Stephan JJ Mäder: «Gerade wer kurzfristig bucht, entscheidet sich natürlich eher für einen Skiurlaub, wenn Schnee liegt.» Das Beste, was der Branche nun passieren könne, sei, wenn es auch in den städtischen Regionen schneie. «Das ist die beste Motivation, in den Bergen Wintersport zu treiben.» Susanna Michel>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch