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Schreinerei soll weg

Länggasse BernZwei Grossräte verlangen den Abbruch der alten Von-Roll-Schreinerei. Eine Sanierung sei zu teuer. Der Kanton winkt ab. Das Gebäude sei geschützt.

Mit 6,5 Millionen Franken sollte die alte Schreinerei auf dem Von-Roll-Areal auf Vordermann gebracht werden. Das Geld dafür hat der Grosse Rat bereits bewilligt. Die beiden Grossräte Markus Grossen (EVP) und Fritz Ruchti (SVP) fragen sich nun, ob so viel Geld in einer alten Scheune richtig investiert sei. Dem Objekt gehe eine «ästhetische und denkmalpflegerische Wirkung» ab, zudem sei es auch nicht mehr nutzbar. Sie fordern mit einer Motion den Abbruch des einsturzgefährdeten Gebäudes. Der Regierungsrat empfiehlt in seiner Antwort nun die Ablehnung. Das Gebäude sei denkmalgeschützt. Ein Rechtsverfahren würde lang und sei voraussichtlich «chancenlos». Insbesondere würde es die rechtzeitige Sanierung zur Eröffnung des neuen Hochschulzentrums Von-Roll im Jahr 2013 gefährden. Weil das Gebäude im Zugangskorridor liegt, müssten aber gewisse Arbeiten ausgeführt werden, um die Sicherheit gewährleisten zu können. Die Schreinerei wurde 1870 gebaut und gehört zu den ältesten Gebäuden auf dem ehemaligen Industrieareal. Die Kantonsregierung schlägt nun vor, von einer totalen Sanierung abzusehen und nur das Dach auszubessern sowie das Gebäude so weit zu sichern, dass keine Gefährdung von ihm ausginge. Das würde 1,2 bis 1,5 Millionen Franken kosten. Eine konkrete Idee, wie das Gebäude genutzt werden könnte, gibt es gegenwärtig keine. Doch das Vorgehen – so schreibt die Regierung – lasse eine spätere Neubeurteilung zu. Die 5 restlichen Millionen Franken aus dem Ausführungskredit würden vorderhand nicht verwendet. Der Grosse Rat wird das Anliegen in der bevorstehenden November-Session beraten.cab>

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