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Schwan gequält

thunOhne Hilfe wäre das Jungtier verhungert und verdurstet: Unbekannte Tierquäler haben einem Jungschwan im Gwatt beim Bonstettenpark den Schnabel zugeschnürt und an der Schnur

«Nein, ich habe keine Fotos machen können. Wir mussten uns beeilen und alles tun, um dem Schwan so rasch wie möglich das Leben zu retten»: Naturschützer Ruedi Schmid konnte nicht glauben, was er am vergangenen Donnerstag erlebt hatte. «Tierquäler haben einem Jungschwan mit einer Schnur den Nabel zusammengebunden und daran einen Stein befestigt», erzählt er. Der Schwan habe weder Nahrung zu sich nehmen noch etwas trinken können, der ungefähr 300 Gramm schwere Stein habe unentwegt seinen Hals nach unten gezogen. «Wir mussten die Schnur, mit einer Zange lösen, so fest war sie angezogen. Sie muss von Menschenhand angebracht worden sein», ist Schmid überzeugt. Nachdem die Schnur entfernt war, watschelte der geschwächte Schwan von selbst wieder ins Wasser. «Jetzt geht es dem Jungtier wieder gut», so Schmid. Der Naturschützer hatte den jungen Schwan hinter dem Spielplatz auf dem Bonstettenplatz im Gwatt entdeckt. «Einige Male versuchte ich vergeblich, ihn im Wasser zu fangen», erzählt Schmid. Am Nachmittag habe er schliesslich die Seepolizei zu Hilfe gerufen. «Gemeinsam haben wir den Schwan auf dem See gejagt, damit er müde wird und wir ihn endlich auf das Boot ziehen und an Land die Schnur entfernen konnten.» Dem Jungtier seien letztlich keine Verletzungen geblieben – obwohl die Schnur möglicherweise schon zwei Tage zuvor angebracht worden sei. Verbotene Widerhaken Ein anderes Problem erwähnt der Naturschützer mit den Widerhaken von Fischruten. «Diese Jahr musste ich bereits vier Schwäne von solchen Haken befreien.» Das Entfernen sei schwierig und schmerzhaft. Er vermutet, dass ausländische Gäste auf dem Campingplatz im Gwatt angeln und die Haken unüberlegt in den See werfen. Gegen die Tierquälereien kann die Stadt nichts Konkretes unternehmen: «Wir können einfach die Bevölkerung auf das Thema sensibilisieren und hoffen, dass sie aufmerksam ist», sagt Gemeinderat Peter Siegenthaler (SP), der zugleich Vizepräsident des Tierschutzvereins Region Thun ist. Franziska Streun>

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