Schwanden mit Heugabel-Fahne an Präsidentenfeier

Schwanden

Neben einem guten Rechnungsabschluss war an der Gemeindeversammlung Schwanden auch ein Heugabelstiel ein Thema.

Der Gemeinderat Anton Reisacher wandelte für den Umzug für den Regierungspräsidenten Christoph Ammann in Meiringen einen Heugabelstiel in eine Fahnenstange um.

Der Gemeinderat Anton Reisacher wandelte für den Umzug für den Regierungspräsidenten Christoph Ammann in Meiringen einen Heugabelstiel in eine Fahnenstange um.

(Bild: iStock/ Symbolbild)

Gemeinderat Anton Reisacher stellte zum Versammlungsbeginn die Schwander Fahne – roter Berg, drei weisse Bäche, gelber Himmel – hinter den Gemeinderatstisch. Ein neuer Brauch? Unter «Verschiedenes» orientierte er die 33 andern Versammlungsteilnehmer über den Grund. Die Fahne hatte den Umzug für den Regierungspräsidenten Christoph Ammann in Meiringen begleitet. Nur – die Gemeinde fand zwar eine entsprechende Fahne, aber keine zum Tragen geeignete Fahnenstange.

Reisacher kaufte kurz entschlossen bei der Landi einen extralangen Heugabelstiel, und nach einem Fahnentrag-Crashkurs marschierte der Ad-hoc-Fahnenträger an der Spitze des Umzugs mit. Da auch andere Gemeinden improvisiert hatten, war es ein heiterer Umzug mit ziemlich freiheitlich getragenen Fahnen. Investieren in eine Fahne mit Stange wird die Gemeinde Schwanden, sagte Präsident Heinz Egli, aber trotzdem nicht.

Wenig Investitionen 2018

Investiert hat die Gemeinde Schwanden 2018 nur 32063 Franken, was einen Selbstfinanzierungsgrad von 750 Prozent ergab. Der Gesamthaushalt schloss mit einem Plus von 89520 Franken ab. 47538 Franken resultieren aus einer Wertberichtigung im Burgergut. Alle Spezialfinanzierungen schliessen mit einem Ertragsüberschuss ab, der allgemeine Haushalt bei einem Aufwand von 2,325 Millionen Franken mit einem kleinen Defizit von 2631 Franken. Die Brienzer Wildbäche standen für 2014 bis 2018 mit 67744 Franken Kosten zu Buch. 27000 Franken mehr als budgetiert kostete 2018 die Bildung (413098 Franken); relativ viele Schülerinnen und Schüler gingen in Hofstetten zur Schule.

Das Schulmodell BHS (Brienzwiler, Hofstetten, Schwanden) wird aktuell überdacht, da die Schülerzahlen ständig zurückgehen. Gemeinderätin Christine Pfäffli orientierte, dass ein von Peter Lehmann von der PH Bern begleiteter Reorganisationsprozess im Gang ist. Schwanden schaut zu seinem «Lebensweg», die Fuchsfigur wurde neu geschnitzt. Mit einem Campingverbotshinweis macht die Gemeinde darauf aufmerksam, dass wildes Campen untersagt ist, ganz verbieten kann sie es laut Egli nicht. Freude hatte er, dass mit Pia Riesen «eine gute Gemeindeschreiberin» und mit Ruedi Hunkeler «ein guter Werkmeister» gefunden worden ist. Gesucht wird noch sein Stellvertreter. Wenig Freude macht dem Gemeinderat, dass es Vandalenakte auf dem Brätelplatz Schonegg gibt; die Gemeinde erstattete Anzeige gegen unbekannt.

Berner Oberländer

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