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Schwarze Null

Die Fritz Studer AG in Steffisburg weist 2009 nach Stellenabbau und rigorosem Kostenmanagement eine schwarze Null aus.

Vor Vertretern der Fachpresse präsentiert die Fritz Studer AG aus Steffisburg Anfang Jahr normalerweise jeweils neue Rekordzahlen. Doch heuer gab es von der im Bereich Rundschleif-Werkzeugmaschinen tätigen Firma keine guten Nachrichten. Das Unternehmen spürt die Auswirkungen der Wirtschaftskrise. «Der Rückgang bei den Aufträgen betrug 2009 rund 50 Prozent», so Stephan Nell, Mitglied der Geschäftsleitung. 263 statt 549 Maschinen Auch die Produktion verzeichnete ein markantes Minus. 2008 stellte die Firma 549 Maschinen her, letztes Jahr nur noch 263. Zudem verlor sie 2009 Marktanteile. Der Umsatz sank um etwa 40 Prozent. Trotzdem gelang es der Studer AG, eine schwarze Null zu schreiben. «Das haben wir dank eines guten Kostenmanagements geschafft», erklärte Nell . «Wir haben ein Kostensenkungsprogramm gestartet und unsere Mitarbeiter auch aufgefordert, Sparvorschläge einzureichen.» Das Resultat übertraf die Erwartungen: In zwei Wochen gingen rund 200 Vorschläge ein. Ein weiterer Punkt hat dazu beigetragen, dass Studer keinen Verlust verbucht: «In der Schweiz kann relativ problemlos auf Kurzarbeit umgestellt werden.» Diese Massnahme wird vorerst beibehalten, betroffen sind 450 von 730 Angestellten. Vor einem Jahr arbeiten noch 810 Personen bei der Studer AG. Es gab 40 Entlassungen, zudem wurden freie Stellen nicht wieder besetzt. «Die Fritz Studer AG gibts seit fast 98 Jahren», gab sich Nell bei alledem optimistisch. «Wir haben manche Krise gemeistert und werden auch jetzt überleben.» Die Firma rechnet damit, heuer etwa 25 Prozent mehr Aufträge verbuchen zu können. Auch beim Umsatz dürfte Studer zulegen, allerdings in geringerem Mass als beim Auftragseingang. Weitere Entlassungen seien nicht geplant. Bekenntnis zu Steffisburg Weil sich der Markt erst in der zweiten Jahreshälfte erholen dürfte, wird das Geld für die verkauften Maschinen zu einem grossen Teil erst nächstes Jahr in die Kassen fliessen. Längerfristig ist die Studer-Führung guter Dinge: «Die Prognosen gehen von einer nachhaltigen Entwicklung der Märkte 2011 aus. Wir rechnen damit, dass wir 2013 wieder das Umsatzniveau von 2007 erreichen», sagte Nell. Er bekannte sich zum Standort Steffisburg, wo die Firma 2008 eine neue Speditions- und Ende 2009 eine neue Montagehalle in Betrieb nahm.mi/tt >

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