Zum Hauptinhalt springen

Schweinemäster Adrian Messer

Sowohl bei Ferkelzüchtern wie bei Schweinemästern sind die Margen am Boden. Etwas ändern wollen oder können sie jedoch nicht.

Adrian Messer ist Schweinemäster aus Zauggenried. Sein Betrieb umfasst 400 Mast- sowie Aufzuchtferkelplätze. «Eine durchschnittliche Grösse», sagt der 53-Jährige, der seit rund 30 Jahren Schweinefleisch produziert. Überdurchschnittlich gross sind jedoch seine Sorgen: «Die Preise für Schweinefleisch sind im Keller, normalerweise verdiene ich pro Schlachttier 50 Franken, derzeit sind es unter 10 Franken», erzählt der Landwirt. Falle der Preis weiter, «was ich nicht hoffe», schreibe sein Betrieb Verlust. Ein Umstellen der Produktion beispielsweise auf Geflügel sei derzeit nicht möglich: «Ich habe in den vergangenen Jahren mehrere 100000 Franken in labelkonforme Ställe investiert. Bis sie amortisiert sind, vergehen 15 Jahre.» Problem beginnt bei Ferkeln Messer weiss, dass der Schweizer Schweinefleischmarkt übersättigt ist. Und hat auch Kenntnis von den Ratschlägen des Schweinezucht- und Schweineproduzentenverbands Suisseporcs, die Produktion herunterzufahren (siehe Haupttext). Dennoch will Schweinemäster Messer nichts ändern: «Ich ziehe das durch, selbst wenn ich nichts mehr verdienen sollte. Jeder zieht es durch.» Der 53-Jährige schiebt die Verantwortung ab. «Die Züchter ziehen zu viele Ferkel auf. Sie müssen reduzieren, sonst wird sich beim Mastschweinebestand nichts ändern und die Schlachtpreise bleiben tief.» «Zeiten sind hart»«Der Ferkelmarkt ist übersättigt», bestätigt denn auch Hansrudolf Suter. Er führt seit 1989 einen Kernzuchtbetrieb mit 56 Muttersäuen in Büren an der Aare. Jährlich verkauft der 58-jährige Bauer rund 250 Jungtiere an Schweinemäster. «Ich kann die Rechnungen und Löhne bezahlen, aber Investitionen liegen momentan nicht drin», sagt er. Zu tief seien die Preise. «Weniger Ferkel züchten kann ich aber auch nicht. Das lassen die Betriebsabläufe nicht zu.» Die Zeiten seien hart, das spüre er, sagt Suter. Er kenne Schweinefleischproduzenten, die bereits zahlungsunfähig seien. «Die aktuelle Situation erfordert Opfer. Ich rechne aber nicht damit, dass ich dazugehöre.» In Konkurs, davon ist Suter überzeugt, gingen einfach die schlecht geführten Betriebe. Marco Hess>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch