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Schweizer sind reif für die Insel

Der Seeländer Thomas Hofstetter will sich mit der Schweizer Nationalmannschaft auf Zypern für die WM-Playoffs qualifizieren.

Vergangenes Wochenende gab Thomas Hofstetter in Spanien sein Debüt im Dress der Schweizer Nationalmannschaft. Ein Traum sei in Erfüllung gegangen, sagt der in Magglingen aufgewachsene Seeländer. «Ich habe auf diesen Moment hingearbeitet. Dass mir ein Treffer gelang, machte den Tag perfekt.» Von heute bis Sonntag gilt es für ihn ernst: Die Schweiz spielt auf der Insel Zypern die WM-Vorqualifikation und trifft auf die Färöer-Inseln (heute), die Gastgeber (morgen) und am Sonntag auf Weissrussland (10.30 Uhr, SSF). Als 19-Jähriger symbolisiert Hofstetter die Verjüngungskur, welche die helvetische Auswahl vollzogen hat. Das Durchschnittsalter des 16-Mann-Kaders liegt bei 24 Jahren. «Die Balance zwischen Routiniers und Nachwuchsspielern stimmt, auch spielerische Qualitäten sind vorhanden. Wir sind erfolgshungrig, uns gehört die Zukunft», erklärt Hofstetter. Im Sommer ist er vom NLB-Team HS Biel in die höchste Spielklasse zu Kriens-Luzern gewechselt, er wohnt in der Innerschweiz und ist als Halbprofi engagiert. «Ich bekomme viel Einsatzzeit und kann vom höheren Rhythmus profitieren.» Ein Studium will der Rechtshänder erst später beginnen, der Fokus ist auf den Handballsport gerichtet. Der Athlet mit Gardemassen (190 cm, 93 kg), welcher bereits als 15-Jähriger in der NLB debütierte, liebäugelt dereinst mit einem Wechsel ins Ausland. Zunächst will er sich jedoch im Nationalteam einen Stammplatz erkämpfen, die Voraussetzungen dafür sind günstig. Trainer Goran Perkovac hält grosse Stücke auf dem vielseitigen Seeländer, allerdings nicht auf dessen bevorzugter Position im Rückraum. Hofstetter sei hart wie ein Panzer und prädestiniert für die Aufgaben des Kreisläufers, erklärt der Teamchef. «Ich habe nicht das Recht, Anforderungen zu stellen, und spiele dort, wo es mich braucht», sagt der einzige Berner im Team – Tobias Baumgartner vom BSV Bern Muri ist auf der Pikettliste aufgeführt. Hofstetter ist guten Mutes, dass sich die Schweiz den Turniersieg sichern und sich für die Playoff-Spiele – gegen eine Auswahl, die an der diesjährigen Europameisterschaft einen der Ränge 6 bis 16 erreicht – qualifizieren wird. «Das Spiel gegen die Weissrussen dürfte die Knacknuss werden.» Die Osteuropäer figurieren in der europäischen Rangliste zwei Plätze hinter der Schweiz auf Position 19. In den Partien gegen Zypern (35.) und die Färinger (44.) sind deutliche Erfolge ein Muss. Mit dem Turniersieg am Winterthurer Yellow Cup unmittelbar nach dem Jahreswechsel hat das Ensemble Perkovacs aufsteigende Tendenz angedeutet. An Welttitelkämpfen nahm die Schweiz letztmals vor 15 Jahren (7. Rang in Island) teil. Philipp Rindlisbacher>

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