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Für Kultur eine Nacht auf Tour

Lyss will mehr Kultur: Die erste «Kultur-Tour» vom nächsten Samstag soll der Startschuss für ein frischeres Kulturleben sein. Für die Besucher gibt es ein volles Programm in einer Nacht: Konzerte, Kurzfilme, Literatur und Tanz.

Einer der Tätschmeister: Christian Lehmann leitet in Lyss die Abteilung Bildung und Kultur. Er hat mitgeholfen
Einer der Tätschmeister: Christian Lehmann leitet in Lyss die Abteilung Bildung und Kultur. Er hat mitgeholfen
Urs Baumann

Den Lyssern bleibt kaum Zeit, sich zu erholen: Nur eine Woche nach der mehrtägigen Eröffnung der neuen Kulturfabrik (Kufa) findet in der Gemeinde der nächste grosse Kulturevent statt. Die erste «Kultur-Tour» ist alles andere als ein spontaner Wurf. Die Gemeinde will mit diesem Anlass den traditionellen Rahmen sprengen und sich im Seeland kulturell langfristig besser positionieren.

Die Traditionen in Lyss würden sich vor allem auf Kunstausstellungen beschränken, sagt der Abteilungsleiter Bildung und Kultur Christian Lehmann. «Mehr Bewegung, Ton und Satire muss da rein», so Lehmann.

Burgdorf inspirierte

Initiiert hat die Veranstaltung die Kulturkommission Lyss. Knapp zehn Monate gab sich das Organisationskomitee um Lehmann Zeit, um mehr Frische ins Lysser Kulturleben zu bringen.

Es hat sich von Anlässen wie der Berner Museumsnacht oder der Kulturnacht Burgdorf zum Konzept «Kultur à la carte» inspirieren lassen: Auf der «Kultur-Tour» Lyss gestalten sich viele Häppchen an mehreren Standorten zu einem reichhaltigen Menü. Ein Highlight auf der Tour durch Film, Literatur und Tanz bildet das Konzert von Bluesmeister Philipp Fankhauser (siehe Box).

Die Anlässe finden an sieben Standorten statt – unter anderem in der Kufa und im Sieberhuus – und sollen ein bunt gemischtes Publikum ab zirka 23 Jahren anlocken. «Für Lyss als Zentrum im Seeland ist es das Ziel, auch im kulturellen Bereich über die Gemeindegrenze hinweg aktiv zu sein.» Lehmann hofft, mindestens 500 Tickets zu verkaufen. «Bis jetzt sind über 100 Tickets weg.»

Grosszügige Sponsoren

Für die erste «Kultur-Tour» stehen 60000 Franken zur Verfügung. Je ein Drittel finanzieren Gemeinde, Besucher und Sponsoren. «Ein Anlass dieser Grösse scheint eine Sponsoringnische zu sein», sagt Lehmann. Innert zweier Wochen wurde ihm viel Unterstützung zugesprochen, «und das zu einer Zeit, wo die Firmen ihr Budget bereits verplant haben».

Dass die Gemeinde Trägerin des Anlasses ist, sei ein Vorteil, ist Lehmann überzeugt. «Da die meisten Lokale uns gehören, müssen wir keine Miete bezahlen.» Ob der neue Event in Lyss einem Bedürfnis entspreche, kann Lehmann noch nicht beurteilen. Wenn ja, soll die «Kultur-Tour» künftig jedes Jahr stattfinden.

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