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Grünes Licht für Hochwasserschutz an der Alten Aare

Dem Hochwasserschutz an der Alten Aare steht nichts mehr im Weg. Die letzte noch verbliebene Einsprache gegen das Projekt wurde nicht ans Bundesgericht weitergezogen.

Zwischen Aarberg im Süden und Meienried im Norden soll die Hochwassergefahr entlang der Alten Aare eindämmen und die Landschaft renaturieren. (Symbolbild)
Zwischen Aarberg im Süden und Meienried im Norden soll die Hochwassergefahr entlang der Alten Aare eindämmen und die Landschaft renaturieren. (Symbolbild)
Urs Baumann

Die Bauarbeiten zum Hochwasserschutz-Projekt für die Alte Aare zwischen Lyss und der Einmündung in den Nidau-Büren-Kanal können bald beginnen. Die letzte noch verbliebene Einsprache gegen das Projekt wurde nicht ans Bundesgericht weitergezogen.

Daraufhin hat das Tiefbauamt des Kantons Bern die entsprechende Bewilligung erteilt, wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst. Das ganze Projekt sei nun rechtskräftig. Die letzte Einsprache hatte ein Teilprojekt des Hochwasserschutzes bei Busswil betroffen.

Baubeginn im Frühling

Die Arbeiten beginnen mit Rodungen im Studengrien. Im Frühling und Frühsommer 2015 wird der Bau des Hochwasserschutzdammes im Bereich Studen in Angriff genommen.

Die Ingenieurarbeiten für die beiden folgenden Bauabschnitte wurden vor Kurzem vergeben. Die Bauarbeiten sollen ab dem Winter 2015/16 bis etwa ins Jahr 2018 ausgeführt werden. Bis im Jahr 2023 sollen die Bauarbeiten inklusive Wiederaufforstungen abgeschlossen werden.

Mit der Umsetzung des Projekts werden die Wohn- und Gewerbegebiete von Busswil, Worben, Studen und Dotzigen vor Hochwasser geschützt, wie es in der Mitteilung des Kantons Bern heisst. Gleichzeitig wird der Auenwald ökologisch aufgewertet. Insgesamt profitieren zehn Gemeinden zwischen Aarberg und Meienried von den geplanten Massnahmen.

Millionenkredit gesprochen

Das Projekt kostet 23 Millionen Franken und wurde durch die Hochwasser 2006 und 2007 ausgelöst. Das Berner Kantonsparlament sprach Anfang Jahr eine Beteiligung von 6,7 Millionen Franken. Bauherr ist aber nicht der Kanton, sondern der Wasserbauverband Alte Aare.

Das Projekt stellt gemäss früheren Angaben eine Kombination von Damm- und Schutzmauerbauten mit der Reaktivierung von Aare-Altläufen dar. Ein besserer Hochwasserschutz soll auch erreicht werden, indem bei Extrem-Hochwasser an bestimmten Stellen Landwirtschaftsland überflutet werden darf.

Die Flusslandschaft der Alten Aare entstand nach der ersten Juragewässerkorrektion im 19. Jahrhundert, als die Aare durch den Hagneckkanal in den Bielersee umgeleitet wurde.

SDA/mib

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