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Kantonale Regierung erneuert Verwaltungsrat des Spitalzentrums Biel

Die bernische Regierung hat entschieden, den Verwaltungsrat des Spitalzentrums Biel zu erneuern. Dieses war wegen der fristlosen Entlassung des Spitaldirektors Paul Knecht und den wachsenden Spannungen im Verwaltungsrat in die Schlagzeilen geraten.

Das Spitalzentrum Biel bleibt in den Schlagzeilen.
Das Spitalzentrum Biel bleibt in den Schlagzeilen.
BT

Aus diesem Grund hatte die Regierung eine externe Überprüfung angeordnet. Das nun vorliegende Gutachten der Charles Bélaz AG habe den Handlungsbedarf bestätigt, teilte die bernische Gesundheits- und Fürsorgedirektion am Mittwoch mit.

Der Verwaltungsrat des Spitalzentrums Biel sei in der gegenwärtigen Zusammensetzung nicht mehr in der Lage, die anstehenden Herausforderungen zu meistern. Gründe dafür seien die wachsenden Spannungen und eine kontinuierliche Abnahme der Vertrauenskultur.

Der Regierungsrat ist überzeugt, «dass nur ein neu zusammengesetzter Verwaltungsrat das Spitalzentrum Biel optimal auf die Herausforderungen vorbereiten kann, die im Hinblick auf die neue Spitallandschaft ab dem Jahr 2012 anstehen».

Gehen müssen die Verwaltungsratspräsidentin Irène Truffer sowie die Verwaltungsräte Andreas Sutter, Michel Vogt und Christoph Andreas Zenger, wie die Gesundheits- und Fürsorgedirektion schreibt. Die Verwaltungsräte Daniel Borer und Philippe Paroz wolle die Regierung für eine neue Amtsperiode wiederwählen, sofern sich diese dazu bereit erklärten.

Die Erneuerung des Verwaltungsrats erfolgt per Ende 2010. Wegen der Schwierigkeiten entschied der Regierungsrat bereits im Mai, den gegenwärtigen Verwaltungsrat vorerst nur für eine Amtsdauer bis Ende Jahr wiederzuwählen.

Die Gesundheits- und Fürsorgedirektion hat nun ein Such- und Evaluationsverfahren eingeleitet, um das Verwaltungsratspräsidium und zwei Verwaltungsratssitze zu besetzen.

Behörden ermitteln, Knecht klagt

Der Verwaltungsrat der Spitalzentrum Biel AG hatte den damaligen Direktor Knecht im Februar 2009 fristlos entlassen. Als Begründung wurden Unregelmässigkeiten bei Spesen und Abgeltungen des Direktors angeführt. Knecht selber hat stets betont, er sei sich keiner Fehler bewusst und könne die Vorwürfe lückenlos widerlegen.

Das zuständige Untersuchungsrichteramt ermittelt im Fall wegen Vermögensdelikten. Knecht selber hat eine millionenschwere Klage gegen die Spitalverantwortlichen eingereicht. Unterdessen wurden allerdings auch wachsende Spannungen und Schwierigkeiten im Verwaltungsrat ruchbar.

SDA/met

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