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Kein Kino mehr im französischsprachigen Bieler Theater?

Das Bieler Stadtparlament hat am späten Donnerstagabend ein überparteiliches dringliches Postulat erheblich erklärt, das die Umwandlung des stadteigenen Theaters und Kinos Palace in ein reines Bühnentheater wünscht.

Der Hintergrund: Am Freitag hatte der Gemeinderat (Exekutive) darüber zu entscheiden, ob der Kinobetreiberin Cinévital AG der Mietvertrag auf Ende Juni 2012 gekündigt werden soll. Die Bühne wurde 1999 für den französischsprachigen Theater-Gastspiel-Betrieb eingerichtet. Dieser fühlt sich durch den Kinobetrieb behindert.

Kombination mit Kino nicht rentabel

Den Vorstoss hatten französischsprachige Räte der Parteien SP, FDP und CVP eingereicht. Die Vertreterin der SP legte dar, die Kombination mit dem Kinobetrieb sei nicht rentabel. Deshalb seien die Tarife für die übrigen kulturellen Nutzer zu hoch. Die Konsequenz müsse eine reine Bühnennutzung sein.

Auch andere Redner warnten davor, die jetzt nötigen Investitionen falsch vorzunehmen, indem das Kino beibehalten werde. Einzelsprecher fragten allerdings, ob Biel wirklich zwei Theatersäle brauche.

Die Sprecherin des bürgerlichen Forums meinte, man müsse sich die Zukunft des Theaters Palace besser überlegen. Der Gemeinderat solle eine Zwischennutzung anstreben.

Falscher Weg

Der Direktor der Bildungs-, Sozial- und Kulturdirektion, Pierre- Yves Moeschler (SP), gab den Motionären recht: Wir sind einen falschen Weg gegangen. Der schnelle Wechsel vom Kino zum Theater und zurück sei für die Bühnenkunst hinderlich.

Das Problem sei, einen reinen Bühnenbetrieb einzurichten, ohne dass es mehr koste. Dazu habe der Gemeinderat eine Studie in Auftrag gegeben. Deshalb solle die Motion in ein Postulat umgewandelt werden.

Damit waren die Motionäre einverstanden. Mangels Opposition wurde das Postulat ohne Abstimmung erheblich erklärt.

SDA/toc

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