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Keine Einigkeit herrscht bei den Chirurgen

Am Mittwoch sind im Prozess um die fahrlässige Tötung einer Patientin ein weiterer Gutachter und der Angeklagte zu Wort gekommen. Dabei zeichnete sich ein Glaubenskrieg zwischen Chirurgen ab.

Die Chirurgen, die vom Gericht als Gutachter aufgeboten wurden, waren sich nicht einig.
Die Chirurgen, die vom Gericht als Gutachter aufgeboten wurden, waren sich nicht einig.
Keystone

Am Regionalgericht Berner Jura-Seeland läuft der Prozess gegen einen Chirurgen, der wegen fahrlässiger Tötung angeklagt ist. Und gestern, am zweiten Prozesstag, kam es zu einer überraschenden Wende. Am Vortag hatten zwei Experten – beides Mediziner – den Chirurgen entlastet. Gestern nun zeichnete der Verfasser eines weiteren Gutachtens ein völlig anderes Bild. Der Chefchirurg einer Genfer Klinik und ehemaliger Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Chirurgie sprach gleich zu Beginn Klartext: «Es gibt keine Wahl, man muss den Trokar mit der dazugehörenden Optik einsetzen.» Damit widersprach er den Darlegungen der ersten Gutachter und den Ausführungen des Assistenzarztes, der bei der Operation dabei gewesen war.

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