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Keine neue Stelle und mehr Prozente für Gemeinderat

Das Lysser Parlament hat die personelle Aufstockung in der Verwaltung nicht goutiert. Zudem genehmigte es eine Erhöhung der Stellenprozente für den Gemeinderat.

Im Schnitt wurden die Netto-Sollarbeitszeiten der Gemeinderatsmitglieder in den vergangenen fünf Jahren in allen Ressorts um 20 Prozent überschritten.
Im Schnitt wurden die Netto-Sollarbeitszeiten der Gemeinderatsmitglieder in den vergangenen fünf Jahren in allen Ressorts um 20 Prozent überschritten.
Valérie Chételat

Die Einführung der Betreuungsgutscheine für Kitas und Tagesfamilien gab an der letzten Lysser Parlamentssitzung einiges zu reden. Kritisiert wurde dabei nicht das neue kantonale System an und für sich, sondern die Umsetzung in der Gemeinde.

Diese wird künftig für Prüfung, Administration und ­Berechnung der Tarife verantwortlich sein. Dies bedeutet einen Mehraufwand in der Verwaltung: Der Gemeinderat rechnet mit Mehrkosten von 214'000 Franken, wobei 60'000 Franken für die Schaffung einer zusätzlichen 50-Prozent-Stelle geplant waren.

Die personelle Aufstockung in der Verwaltung goutierte das Parlament nicht. Es verlangte, die neue Aufgabe mit den bestehenden Ressourcen zu bewältigen. Falls diese nicht ausreichen würden, könne man in zwei Jahren immer noch eine neue Stelle schaffen, sagte Daniel Gerber von der FDP, welche den Antrag stellte, auf die neue Stelle zu verzichten. Obwohl sich die Fraktionen SP/Grüne, EVP und BDP für die Stelle aussprachen, stimmte das Parlament am Ende mit 20 zu 15 Stimmen knapp für den Antrag der FDP.

Mehr Prozente für den Gemeinderat

Das Parlament genehmigte an der Sitzung vom Montag eine Erhöhung der Stellenprozente für den Gemeinderat. Und zwar steigen diese ab nächstem Jahr von insgesamt 80 auf 120 Prozent – 10 Prozent mehr für jeden Gemeinderat. Basis für diese Forderung schaffte eine Motion der BDP.

Die vier Gemeinderatsmitglieder würden weit mehr als die geforderten Arbeitsstunden leisten, heisst es dort drin. Der Gemeinderat rechnete nach – und kam zum Schluss, dass die Forderung berechtigt ist. Im Schnitt wurden die Netto-Sollarbeitszeiten in den vergangenen fünf Jahren in allen Ressorts um 20 Prozent überschritten.

«Alle, die Gemeinderat geworden sind, haben mir nach einiger Zeit gesagt, sie hätten nie geglaubt, dass dieses Amt so aufwendig sei», sagte Gemeindepräsident Andreas Hegg (FDP). Und mit den Jahren sei es nur noch aufwendiger geworden.

«Wir sind kritischer geworden», so Hegg. Das Parlament konnte die Forderung nachvollziehen und votierte mit nur einer Gegenstimme für die Erhöhung der Prozente und damit der Entschädigung für den Gemeinderat.

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