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Klug läuft 100 Kilometer rückwärts

Ralf Klug mag es verkehrt herum: Der 47-jährige Deutsche läuft rückwärts. Nicht aus Witz oder aus Angst vor einem wilden Tier – Klug läuft kilometerlange Strecken. Nächsten Sommer bestreitet er den «Hunderter» von Biel.

Es geschah auf einer Skipiste, vor knapp drei Jahren. Plötzlich hatte Ralf Klug Lust, die Bretter um 180 Grad zu drehen und rückwärts die Piste runterzusausen. Es hat ihm so viel Spass gemacht, dass er sich die ganze Abfahrt nicht mehr umgedreht hat. «Die Leute haben wohl gedacht, der spinnt komplett», erzählt der 47-jährige Deutsche. Doch die Reaktionen sind dem Techniker aus Potsdam egal – er hat für sich etwas ganz Neues entdeckt: «Im Rückwärtsgang sieht man, was man alles zurückgelassen, was man geschafft hat.»

Um dieses neue Lebensgefühl öfter umsetzen zu können, beginnt Ralf Klug, rückwärts zu laufen. «Es ist ein bewussteres Laufen als vorwärts.» Am 1.April 2009 schafft er die ersten 3,8 Kilometer, als Vorbereitung auf den Marathon in Prag. «Alle meinten, es handle sich um einen Scherz.» Für die 3,8 Kilometer brauchte der Läufer eine halbe Stunde.

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