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Kneubühl blitzt vor Bundesgericht ab

Das Bundesgericht hat eine Beschwerde des Bieler Rentners Peter Hans Kneubühl abgelehnt. Darin forderte er eine Neubeurteilung des Falls und erhoffte sich ein neues Urteil.

Will sich selber verteidigen: Peter Hans Kneubühl vor Prozessbeginn am Regionalgericht Berner Jura-Seeland in Biel,... (7. Januar 2013)
Will sich selber verteidigen: Peter Hans Kneubühl vor Prozessbeginn am Regionalgericht Berner Jura-Seeland in Biel,... (7. Januar 2013)
Sandro Campardo, Keystone
...der zahlreiche Medienvertreter anzieht. (7. Januar 2013)
...der zahlreiche Medienvertreter anzieht. (7. Januar 2013)
Sandro Campardo, Keystone
HANDOUT -  Das von der Berner Kantonspolizei am Dienstag, 14. September 2010, zur Verfuegung gestellte Bild zeigt den Ort, wo Geld aufbewahrt wurde, im Haus des fluechtigen Rentners, welcher letzte Woche einen Polizisten anschoss, in Biel. Bei der Fahndung nach dem Fluechtigen haetten sich zahlreiche Ermittlungsansaetze ergeben. Die bei einer Hausdurchsuchung gefundenen Gegenstaende und Akten wuerden das Bild verdichten. Die Ermittlungen wuerden nach wie vor mit einem unveraenderten Grossaufgebot laufen, teilte die Kantonspolizei Bern mit; sie sei zuversichtlich, den 67-Jaehrigen zu finden. (HANDOUT Kantonspolizei Biel) *** NO SALES, DARF NUR MIT VOLLSTAENDIGER QUELLENANGABE VERWENDET WERDEN ***
HANDOUT - Das von der Berner Kantonspolizei am Dienstag, 14. September 2010, zur Verfuegung gestellte Bild zeigt den Ort, wo Geld aufbewahrt wurde, im Haus des fluechtigen Rentners, welcher letzte Woche einen Polizisten anschoss, in Biel. Bei der Fahndung nach dem Fluechtigen haetten sich zahlreiche Ermittlungsansaetze ergeben. Die bei einer Hausdurchsuchung gefundenen Gegenstaende und Akten wuerden das Bild verdichten. Die Ermittlungen wuerden nach wie vor mit einem unveraenderten Grossaufgebot laufen, teilte die Kantonspolizei Bern mit; sie sei zuversichtlich, den 67-Jaehrigen zu finden. (HANDOUT Kantonspolizei Biel) *** NO SALES, DARF NUR MIT VOLLSTAENDIGER QUELLENANGABE VERWENDET WERDEN ***
Keystone
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Der heute 71-jährige Bieler Rentner Peter Hans Kneubühl hatte in einer Beschwerde gefordert, dass eine unabhängige Instanz seinen Fall beurteilen solle und aufgrund der Ergebnisse ein neues Urteil gefällt werde. Das Bundesgericht wies die entsprechende Beschwerde nun aber ab. Das Obergericht des Kantons Bern habe den Sachverhalt korrekt gewürdigt, befand es.

Die von der Verfahrensleitung des Obergerichts angeordnete amtliche Verteidigung wird vom Bundesgericht ebenfalls nicht beanstandet. Nach geltender Strafprozessordnung muss ein Beschuldigter bei freiheitsentziehenden Massnahmen zwingend verteidigt sein.

Wenn die beschuldigte Person selber keine Verteidigung bestimmt, wird ihr eine amtliche Verteidigung beigegeben, wie dies beim Rentner der Fall war.

Völlig unzugänglich

Kneubühl hielt die Stadt Biel im September 2010 tagelang in Atem. Seine Liegenschaft im Lindenquartier sollte damals öffentlich versteigert werden. Am Tag der Besichtigung, dem 8. September, verschanzte sich der Mann in seinem Haus. Die Kontaktaufnahme durch Behörden und schliesslich der Polizei scheiterten.

An den folgenden Tagen gab Kneubühl mehrere Schüsse ab, durch welche ein Polizist schwer verletzt wurde. Tagelang wurde danach nach dem Rentner gesucht. Erst am 17. September gab die Polizei seine Verhaftung bekannt.

Das Obergericht Bern stellte im November 2013 fest, dass der Rentner mit seinem Verhalten die Straftatbestände der versuchten vorsätzlichen Tötung und der Gefährdung des Lebens zum Nachteil von mehreren Polizeibeamten erfüllte. Er wurde bei diesen Taten aber als nicht schuldfähig erklärt. Das Gericht ordnete eine stationäre therapeutische Massnahme an. (Urteil 6B_286/2014 vom 06. 10. 2014)

SDA/lub

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