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Lyssbachstollen: Nächster Meilenstein steht bevor

Der harte Winter friert die Arbeiten am Lyssbachstollen zwischenzeitlich ein. Dennoch liege man auf den beiden Baustellen in Lyss im Zeitplan, sagt Projektleiter Jörg Bucher. Ein Augenschein in der Fulenmatt und der Leen.

Das Auslaufbauwerk des Lyssbachstollens. © Urs Baumann
Das Auslaufbauwerk des Lyssbachstollens. © Urs Baumann
Urs Baumann
Das Auslaufbauwerk des Lyssbachstollens.
Das Auslaufbauwerk des Lyssbachstollens.
Urs Baumann
Das Einlaufbauwerk des Lyssbachstollens.
Das Einlaufbauwerk des Lyssbachstollens.
Urs Baumann
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Die Minustemperaturen machen auch tonnenschweren Baumaschinen zu schaffen: Wo normalerweise um die zehn Bauarbeiter am Werk sind, zählt man an diesem eisigen Dienstag nebst Väterchen Frost nur eine knappe Handvoll Männer mit Helm, die dem Stollen den Weg ebnen. «Es ist zu kalt für den Tiefbau», sagt Wasserbauingenieur Jörg Bucher. Der Projektleiter des Lyssbachstollens ist aber zuversichtlich: «Wir liegen fast wochengenau im Zeitplan.»

Die Arbeit vor der Arbeit

Ende November war der Einbau des 360 Tonnen schweren Eingangsportals zum Lyssbachstollen das grosse Spektakel (wir berichteten). Zurzeit sind die Bauarbeiter immer noch bei der «Arbeit vor der Arbeit»: Beim Auslaufbauwerk in der Lysser Fulenmatt laufen die Vorbereitungen für den Bohrstart im April. In diesen Wochen werden die einzeln angelieferten Teile der Tunnelbohrmaschine für ihren Einsatz vorbereitet. Gleichzeitig werden die Arbeiten am Portal vorangetrieben. «Wir befinden uns jetzt auf etwa 15 Meter des total 20 Meter tiefen Vorstollens», so Bucher.

Dieser Voraushub ist nötig, um das Gefälle auszugleichen, damit die Bohrmaschine auf ebenem Weg reinfahren kann. «Aber auch, um die Maschine einzuklemmen und sie im April möglichst weit im Tunnel starten zu lassen», ergänzt Bucher.

Lyssbach lauert auf

Geologisch rechnen die Verantwortlichen mit keinen grossen Überraschungen. Die Vorsondierungen seien minuziös gewesen, sagt Bucher, was dennoch keine hundertprozentige Garantie abgebe. «Die Inbetriebnahme der Bohrmaschine wird sicher ein spannender nächster Meilenstein im Projekt sein.»

Als möchte er sich nicht zähmen lassen, lauert der Lyssbach auch während der Bauarbeiten auf: In der nächsten Zeit wird in der Fulenmatt ein Tor montiert, das die Baustelle vom Bach abschirmt. Jörg Bucher: «Ansonsten ertrinken die Maschinen beim ersten Hochwasser.»

120 Meter pro Woche

Nächste Woche trifft das 60 Tonnen schwere Herzstück der Tunnelbohrmaschine ein. Ab April soll die Maschine dann mit einem Bohrdurchmesser von 4,75 Metern pro Woche 100 bis 120 Meter weit vordringen.

In 10 Monaten sollte dann im Einlaufbereich in der Lysser Leen der Durchstich erfolgen. Danach wird der 2,5 Kilometer lange Stollen ausgekleidet. «Wie es jetzt aussieht, sollte er termingerecht im November 2011 in Betrieb sein», sagt Jörg Bucher. Das Projekt zum Hochwasserschutz in Lyss kostet 52,3 Millionen Franken.

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