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Römischer Tempelbezirk bei Studen erstrahlt in neuem Glanz

Archäologen haben den römischen Tempelbezirk von Petinesca oberhalb von Studen umfassend saniert. Die Bodenmarkierungen aus den 30-er Jahren wurden erneuert, Mauerzüge und Tempelflächen sind wieder erkennbar.

Das Tempelareal erstreckte sich über neun Privatgrundstücke.
Das Tempelareal erstreckte sich über neun Privatgrundstücke.
Urs Baumann
Am kommenden Wochenende wird die traditionelle Einweihung stattfinden.
Am kommenden Wochenende wird die traditionelle Einweihung stattfinden.
Urs Baumann
Der offizielle Einweihungsakt vom 24. Juni wird mit einer bunten Prozession eingeleitet und mit einer römischen Opferzeremonie würdig zelebriert.
Der offizielle Einweihungsakt vom 24. Juni wird mit einer bunten Prozession eingeleitet und mit einer römischen Opferzeremonie würdig zelebriert.
zvg Kanton Bern
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Der Archäologische Dienst des Kantons Bern hat seit Ende der 1970- er Jahre die Aufgabe, die unter Schutz gestellte Anlage zu erhalten. Dies war jedoch lange nicht richtig möglich, weil das Tempelareal auf neun Privatgrundstücken lag.

Mit Arrondierungen der Grundstücke im Wald am Studenberg gelang es schliesslich, das Gelände ganz in Staatsbesitz zu überführen, wie die bernische Erziehungsdirektion am Dienstag mitteilte. Damit war der Weg frei für eine umfassende Sanierung der Anlage.

Zunächst führten Mitarbeitende des archäologischen Dienstes Erdarbeiten aus, anschliessend zeichneten Gartenbauer mit Markiersteinen die Mauerzüge nach und machten mit Mergelsteinen die Tempelinnenflächen erkennbar. Ausserdem wurde ein Wegnetz angelegt.

Einweihung am kommenden Sonntag

Die Gesamtkosten für die Arrondierungen und die Sanierung belaufen sich auf 439'000 Franken. Daran beteiligen sich das Bundesamt für Kultur mit 76'000 Franken und der Lotteriefonds mit 128'500 Franken.

Der frisch sanierte Tempelbezirk wird am kommenden Sonntag mit einem keltisch-römischen Fest eingeweiht. Petinesca war vom 2. bis 4. Jahrhundert vor Christus ein regionales Zentrum. Dieses lag an der wichtigen Verkehrsachse zwischen Salodurum, dem heutigen Solothurn und Aventicum, dem heutigen Avenches.

SDA/dln

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