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Security und Kameras gegen Vandalen

Aarberg hat genug von Vandalismus und Ruhestörung. Deshalb werden ab 1.Januar 2010 Sicherheitswächter vier Nächte pro Woche patrouillieren. Zudem wird die Installation von Überwachungskameras geprüft.

Über Videoüberwachung wird der Aarberger Gemeinderat später entscheiden.
Über Videoüberwachung wird der Aarberger Gemeinderat später entscheiden.
Andreas Blatter/Montage BZ

Ruhelose Nächte wegen Lärmbelästigungen, Ärger über Urin und Erbrochenen auf den Strassen oder bei den Hauseingängen. Schlägereien, Pöbeleien oder Sprayereien liessen bei manchem Bewohner von Aarberg in den letzten Jahren mehr als einmal den Kragen platzen.

Nachdem sich im Frühling einige Ladenbesitzer und Anwohner des Stedtliplatzes mit einem Brief an den Gemeinderat Luft gemacht hatte, hat dieser reagiert. Von Juni bis September war in Aarberg jeweils am Wochenende eine Zweierpatrouille der Securitas unterwegs. Kostenpunkt: 8500 Franken Vor allem im Stedtli, bei Schulhäusern, Spielplätzen und beim Schützenhaus führten die Sicherheitswächter regelmässig Kontrollgänge durch. «Mit Erfolg», konstatiert der zuständige Gemeinderat Samuel Gauler (SP): «Es hat sich gelohnt. An den Wochenenden kam es klar zu weniger Vandalismus als vorher.»

Mehr Patrouillen

Wegen dieses Erfolgs wird die Tätigkeit der Security nun verstärkt. Vier mal pro Woche werden zwei Wächter der Sicherheitsfirma BGD jeweils von 22 bis 4 Uhr auf den Strassen unterwegs sein, um für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Für das ganze Jahr lässt sich die Gemeinde diesen Service knapp 30000 Franken kosten. «Es tut schon weh, so viel Geld für etwas auszugeben, was eigentlich selbstverständlich sein sollte», so Gauler. Aber es sei eine Investition im Interesse der Bürger. «Viele Leute kamen in der letzten Zeit auf mich zu, um über die Sicherheit in unserer Gemeinde zu reden», weiss der 62-jährige Gemeinderat.

Keine Personenkontrollen

«Wir setzen von jetzt an vermehrt Sicherheitspatrouillen ein, weil es gewirkt hat», sagt Gauler überzeugt. Auch wenn die Wächter keine Personenkontrollen wie die Polizei durchführen können, hätten sie auf die potenziellen Übeltäter eine abschreckende Wirkung. «Mit der Zeit kennen sie die Leute, die sich nicht anständig verhalten.» Zudem gehe es in erster Linie darum, die Übeltäter zu belehren, nicht zu büssen. «Wir schrecken aber nicht davor zurück, fehlbare Personen anzuzeigen.»

Bald Videoüberwachung?

So weit, so gut. Die Sicherheitskommission von Aarberg will aber einen Schritt weiter gehen. «Wir werden den Antrag stellen, die neuralgischen Punkte mit Videokameras zu überwachen», sagt Gauler. Dieser Massnahme müsste letztlich die Gemeindeversammlung – frühestens im Mai – zustimmen. Welche Orte genau überwacht werden sollten ist bis jetzt noch nicht definiert. «Wir wollen keinen Polizeistaat, aber wir wollen die Richtigen erwischen.»

Aarberg sei keine besonders gefährliche Gemeinde, betont Samuel Gauler. Auch die Nachbargemeinden hätten mit ähnlichen Problemen zu kämpfen und diskutieren zum Teil auch ähnliche Massnahmen. «Wir liegen in der Mitte zwischen Biel und Bern und tragen dadurch eine gewisse Zentrumslast», begründet er.

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