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Sie träumt vom Powerman-Podest

Jacqueline Uebelhart ist eine erfolgreiche Duathletin. Die 35-jährige Aarwangerin eilt diese Saison von Podestplatz zu Podestplatz. Auch am Zofinger Powerman von Anfang September liebäugelt sie mit einem Topresultat.

Jacqueline Uebelhart steckt mitten in den Vorbereitungen zum Powerman in Zofingen. Bis zu 20 Stunden pro Woche trainiert sie derzeit. «Im Moment ists ziemlich streng, das braucht einen schon», gesteht sie. Laufen, Radfahren, Laufen. Manchmal sogar zweimal am Tag, «am Mittag und am Abend». Die 35-Jährige aus Aarwangen trainiert eisern. Das muss sie auch, denn am 5.September will sie am Powerman in Zofingen an den Start gehen – dem wohl härtesten Duathlon überhaupt. Das heisst 10 Kilometer Laufen, 150 Kilometer Radfahren, 30 Kilometer Laufen. «Alles geht jetzt auf diesen Powerman hin. Ich bin dann froh, wenns vorbei ist», sagt sie lachend. Dass sie überhaupt so viel Zeit zum Trainieren findet, ist nicht selbstverständlich. Jacqueline Uebelhart arbeitet nämlich in einer 80-Prozent-Stelle als Techno-Polygrafin bei der Güdel AG in Langenthal. Vom Tri- zum Duathlon Jacqueline Uebelhart begann in jungen Jahren als Mitglied des TV Welschenrohr. Von den 100-Meter-Sprints auf der Bahn tastete sie sich auf längere Strecken heran. Als der wirbeligen Thalerin die 5000-Meter-Läufe auf der Bahn zu langweilig wurden, lief sie bei den Bergläufen der Jura-Top-Tour regelmässig unter die ersten zehn. Mit den Erfolgen wuchs auch ihr Ehrgeiz, und so absolvierte sie im Jahr 2000 ihren ersten Kurz-Triathlon. Für einige Jahre gab Uebelhart im Triathlon Gas. Ihre stärkste Disziplin war dabei das Radfahren. «Schwimmen war nie so mein Ding, da ich bei dieser Disziplin mit dem konsequenten Training zu spät angefangen habe.» Immerhin schaute 2002 an den Triathlon-Schweizer-Meisterschaften ein 7.Platz heraus. Die Triathlons zerrten aber gewaltig an den Kräften. Zudem wurde Uebelhart bei den Duathlon-Rennen immer erfolgreicher: Platz 2 beim Powerman Luxemburg (2002) und Rang 8 beim Powerman Zofingen (Duathlon-WM Langdistanz) 2009, um nur zwei Beispiele zu nennen. Ohne Trainer Seit diesem Jahr nun macht die Oberaargauerin keine Triathlons mehr. Und sie bestreitet diese Saison auf eigene Faust. «In den letzten sieben Jahren hatte ich verschiedene Trainer, doch damit ist jetzt Schluss.» Uebelhart fühlt sich nicht mehr eingeengt, kann ihre Trainings nun selber planen und übernimmt auch gerne Verantwortung. «Seit ich keinen Trainer mehr habe, läuft es wie geschmiert», sagt sie. Erster Powerman-Erfolg Dass Jacqueline Uebelhart in Form ist, zeigen ihre diesjährigen Resultate: Platz 2 beim Rheintal Duathlon in Marbach, Platz 2 beim Powerman Germany in Falkenstein, und im Juni siegte sie beim Powerman Memorial Benny Vansteelant im belgischen Torhout. «Ich wusste, dass ich in Form bin, doch auch für mich kam dieser erste Powerman-Erfolg überraschend.» Und am letzten Sonntag im belgischen Geel am Powerman Vlaanderen erreichte sie den 3.Platz. «Hier war alles sehr flach, das liegt mir nicht so», meint die Bergläuferin. Noch Steigerungspotenzial Ein Grund, weshalb Jacqueline Uebelhart dem Ziel meist förmlich entgegenfliegt, könnte sein, dass die Rennen für sie wie ein Dessert sind. Sie trainiert nämlich auf der härtesten Strecke der Welt, auf der Originalstrecke des Powerman Zofingen. «Denn je härter die Strecke ist, umso besser.» Die Aarwangerin glaubt, dass sie erst 90 Prozent ihres Potenzials ausgeschöpft hat. «Steigern kann ich mich vor allem noch im Laufen.» Der Powerman-Sieg gibt der Oberaargauerin viel Motivation. Der nächste Renneinsatz hat Uebelhart am 22.August am Powerman in Weyer (Österreich). Und niemand wäre überrascht, wenn sie weitere Podestplätze ergattern würde. So gesehen lautet ihr Ziel für den Powerman Zofingen: ein Platz in den Top 5. Doch dann schiebt Jacqueline Uebelhart doch noch ihren heimlichen Herzenswunsch nach: «Einmal will ich in Zofingen den Sprung aufs Podest schaffen.» rg/nnh •www.powerman.ch >

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