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Siedlung bereits zwei Jahre verzögert

Die Gemeinde Köniz und die Investorin müssen weiterhin um die Überbauung Hertenbrünnen in Schliern zittern.

Letzte Woche liess Gemeindepräsident Luc Mentha (SP) vor den Medien Hoffnung aufkommen. Bei der von einer Beschwerde gebremsten Wohnsiedlung Hertenbrünnen in Schliern zeichne sich eine Lösung ab. Unter seiner Leitung hätten konstruktive Gespräche stattgefunden. Beim Projekt an der Talboden- und an der Muhlernstrasse sind 14 Mehrfamilienhäuser mit 90 Wohnungen geplant. Tatsache ist: Das Bewilligungsverfahren ist noch hängig. Es ist derzeit ungewiss, wann Investor Frutiger AG bauen darf. Denn der Anwohner, der sich gegen die Wohnsiedlung wehrt, hat die Beschwerde ans Bundesgericht weitergezogen. Dies, nachdem er vor Verwaltungsgericht abgeblitzt war. Das Gericht hatte dem Könizer Gemeinderat Recht gegeben. Der Anwohner beanstandet unter anderem die grosszügigere Bemessung der Attikageschosse. Der Gemeinderat hatte in Eigenregie grünes Licht gegeben für diese Änderung. Denn er stufte sie als geringfügig ein. Der Anwohner glaubt aber, der Gemeinderat hätte nicht selber entscheiden dürfen. Beginn im nächsten Jahr? Das Bauvorhaben ist bereits jetzt um zwei Jahre verzögert. Wann das Urteil in Lausanne gefällt wird, ist derzeit unklar. Die gute Nachricht: Der Beschwerde wurde die aufschiebende Wirkung entzogen, das Baubewilligungsverfahren kann vorwärts getrieben werden. «Ich hoffe, dass die Bauarbeiten im 2010 beginnen können», sagt Planungsdirektorin Katrin Sedlmayer (SP). Die Parzelle im Gebiet Hertenbrünnen ist Gemeindeland. Die Verzögerung kommt Köniz daher teuer zu stehen. Ihr entgehen die Einnahmen aus den Baurechtszinsen. Der Ausfall geht bereits in die Hunderttausende von Franken. Auch die Frutiger AG muss schon lange auf die Einnahmen warten. Dies in einer Zeit, in der in der Region Bern ein grosser Bedarf an Wohnungen herrscht. Der Standort befindet sich an sehr gut erschlossener Lage. Preisgekrönt Für die Siedlung war 2006 ein Projektwettbewerb durchgeführt worden. Die siegreichen Pläne des Büros Aebi & Vincent, Bern, haben vor knapp zwei Jahren den mit 250000 Franken dotierten kantonalen Wettbewerb ESP Wohnen gewonnen. Eingereicht werden konnten unter anderem kreative und innovative Wohnbauprojekte in städtischen Agglomerationen mit einer Mindestgrösse von 60 bis 100 Wohnungen. Der kantonale Preis sei «äusserst grosszügig und ein echter Anreiz für uns», sagte damals Gemeindepräsident Mentha optimistisch. Man werde das Geld in die Kinderfreundlichkeit der Überbauung investieren. Katharina Merkle >

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