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Skirennen sind Trumpf

Weltcup in Adelboden, Weltcup in Wengen. Am Lauberhorn messen sich die Weltbesten seit 1930, am Chuenisbärgli seit 1955. Auch in Adelboden gab ein Wengener den Anstoss: Fredy Rubi. Es war 1954, als der damals 28-Jährige an den Oberländischen Skirennen in Adelboden Abfahrt, Slalom und Kombination gewann und in Wengen Schweizer Abfahrtsmeister wurde. Mit dem klaren Ziel, auch noch Abfahrtsweltmeister zu werden, reiste er dann ins schwedische Are. Ein Trainingssturz bedeutete aber sowohl das Ende seiner WM-Träume wie seiner Skisportkarriere. Aber seine berufliche Karriere kam in Fahrt: Der Nationalökonom Dr. Fred Rubi wurde Verkehrsdirektor in Adelboden. Und er fühlte sich verpflichtet, im Wildstrubeldorf ein internationales Skirennen zu organisieren. Bereits im Januar 1955 schrieb Rubi den Grand Prix von Adelboden aus. Ein Slalom wurde ausgeflaggt, und der Zermatter Martin Julen schrieb sich als Sieger ein. Die Adelbodner Skitage waren geboren. Der Ort nahm damit eine alte Tradition wieder auf, hatte er doch in der Geschichte des Skisports immer wieder nationale und internationale Anlässe aufgezogen. Fredy Rubi war der letzte Wengener Skiclübler, der sich als Schweizer Meister feiern lassen konnte (je zweimal in Abfahrt und Kombination). Der erste Wengener Schweizer Meister war Stefan Lauener anno 1928. Der Bäckermeister mit Jahrgang 1898 siegte im Sprunglauf. Und eben dieser Stefan Lauener wagte sich in fortgeschrittenem Alter noch einmal an einem Nachtspringen über die Schanze. «Was hast du gemacht?», wurde er gefragt. «35 Meter un e Gagel i d Hosi!» Noch dümmer lief es für einen Konkurrenten anlässlich eines Skispringens des TV Unterseen in Habkern. Dabei galt es, zwischen Absprung und Landung einen Misthaufen zu überfliegen. Ein Skiflieger aber hatte so miserabel gewachst, dass er auf dem Schanzentisch mehr oder weniger kleben blieb und grindsvoran auf den Miststock flog, der am Morgen vom Bauer noch mit frischem Mist erhöht worden war. Die ungewöhnliche Landung ist der Nachwelt nur deshalb nicht bildlich überliefert, weil Profifotograf Bhend Wurgel seine Kamera nicht rechtzeitig in Stellung zu bringen vermochte. u.flueck@bom.ch>

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