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Spannung aufrechterhalten

Nationale Vergleiche gibt es vor dem «Eidgenössischen» in Frauenfeld kaum – für uns Berner ein Vorteil, sagt Samuel Feller.

Die besten Schwinger pflegen sich im Jahr des «Eidgenössischen» traditionsgemäss aus dem Weg zu gehen, sie wollen ihre Karten nicht offenlegen, die eigenen Stärken und Schwächen nicht preisgeben. Die Konkurrenz soll sich nichts abschauen können. Berg- und Teilverbandsfeste ausgenommen, darf ein Schwinger ausserhalb seines Verbandsgebiets nur ein Fest bestreiten; die Berner kämpfen vor dem Saisonhöhepunkt in Frauenfeld (21./22.August) meist untereinander. «Für uns ist dies vielmehr ein Vor- als ein Nachteil, das Niveau im Kanton ist zuletzt stark gestiegen», erklärt Samuel Feller, technischer Leiter der Berner. Favoriten auf den Königstitel wie etwa Christian Stucki – der Seeländer liess das «Oberaargauische» aus –, Matthias Sempach, Matthias Glarner und Tagessieger Kilian Wenger verfügen in der Region also über optimale Wettkampfbedingungen. «Man fordert und fördert sich gegenseitig», sagt Feller. Historie spricht für Berner Von der ausserkantonalen Konkurrenz gäbe es bis anhin wenig Überraschendes zu berichten, die Vergleichswerte mit den Gästeschwingern am «Emmentalischen» und «Oberaargauischen» stimmten ihn zuversichtlich, erklärt Feller. «Wir müssen den nationalen Vergleich nicht fürchten und wollen nach dem Königstitel greifen.» Der Walkringer schätzt die Innerschweizer Equipe als stark ein, auch der zuletzt unter Rückenbeschwerden leidende Martin Grab habe aufsteigende Tendenz angedeutet. Ein Fragezeichen setzt er dagegen hinter den dreifachen Schwingerkönig und Titelverteidiger Jörg Abderhalden,der nach einer Knieverletzung einen Trainingsrückstand aufweist. Zudem spricht die Geschichte für die junge Berner Garde: Seit der Gründung des helvetischen Verbandes (1895) liessen sich ausschliesslich unter 30-jährige Aktive krönen. Schlechte Karten also für die ausserkantonalen Favoriten Arnold Forrer (31), Stefan Fausch (34) und die beiden bald 31-jährigen Abderhalden und Grab. Die Ausgangslage vor dem eidgenössischen Kräftemessen im August bleibt demnach weitgehend offen; dies entspricht dem Gusto des Schwing-Liebhabers. Denn: «Während der Tennis-Begeisterte jeden Sonntag das Duell Roger Federer gegen Rafael Nadal sehen möchte, sollen die ‹Bösen› möglichst erst am Saisonhöhepunkt aufeinandertreffen», sagt Feller. phr >

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