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Sparen ja – aber bitte nicht immer am falschen Ort

Zum Gesundheitswesen in der Schweiz Der Mensch zählt im Schweizer Gesundheitswesen nicht mehr – nur noch das Geld; in der reichen Schweiz wo man viele Millionen verschenkt! (Natürlich aus einer anderen Kasse.) Als ehemalige Pflegedienstleiterin, 12 Jahre im Spital Saanen tätig, mussten wir zum Beispiel nachts bei dichtem Nebel auf dem Col du Pillon zwei scherverletzte Menschen holen – ein weiter Weg nach Saanen! Ein Helikopter konnte unmöglich fliegen. Eines Nachts kamen neun Schwerverletzte, diese wurden mit privaten Autos zu uns gebracht. Eine Person starb. Hätten wir diese Menschen weiterschicken müssen, wären noch mehr Menschen gestorben. Vor 30 Jahren war ich in Australien. Dort hat man mir solche Geschichten erzählt. Ich habe unsere kleine Schweiz gerühmt mit ihrem guten Gesundheitswesen. Als ich in London gelebt habe, musste ein Bekannter (40-jährig) welcher einen Herzinfarkt hatte, sterben, weil kein Bett vorhanden war. Damals in England ein «Sozialstaat» in welchem es sogenannte Gesundheitszentren gab, ohne stationäre Aufnahme. Ich könnte ein Buch schreiben über die Notfälle welche nicht überlebt hätten, wenn wir nicht in Saanen ein Spital hätten! Klar, zum Beispiel bei einem schwer Teerverletzten – oder schweren Schädelverletzungen (z.B. Kindern, Schlitten- oder sonstigen schweren Unfällen) mussten sie verlegt werden. Aber oftmals konnte der Heli nur bis Erlenbach fliegen, weil es im Unterland Nebel hatte. Dann musste ich ab Erlenbach die Ambulanz organisieren. Oder umgekehrt, wenn der Heli nur bis Erlenbach fliegen konnte, mussten wir mit der Ambulanz den weiten Weg bis Erlenbach fahren und dort dann in den Helikopter umladen. Sparen ja, es gäbe viele Möglichkeiten wo man sparen könnte im Gesundheitswesen. Jetzt bei der Zukunftsplanung – wo man über mögliche Gesundheitszentren diskutiert – geht es um Menschenleben und ums Überleben von Menschen in Randregionen des Kantons Bern. Sind wir wirklich so weit gekommen, dass das Geld mehr zählt als der Mensch? Rosmarie Bürgin Matten>

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