Sportchef wird neu Präsident

Interlaken

Für die Nachfolge von Peter Flück hat der SC Unterseen-Interlaken eine interne Lösung gefunden: Der bisherige Sportchef Markus Reist übernimmt das Ruder.

Der neue Präsident Markus Reist (Mitte) mit seinem Vorgänger Peter Flück (links) und dem abgetretenen Vizepräsidenten Rick Maurer.

Der neue Präsident Markus Reist (Mitte) mit seinem Vorgänger Peter Flück (links) und dem abgetretenen Vizepräsidenten Rick Maurer.

(Bild: Christoph Buchs)

Es sind eine ganze Menge Jahre an Cluberfahrung, die beim SC Unterseen-Interlaken per Ende der abgelaufenen Saison weggebrochen sind. Präsident Peter Flück und Vizepräsident Rick Maurer legten ihre Ämter nach fünf Jahren nieder. Die Stehenden Ovationen galten hingegen anderen Funktionären, die dem Verein noch deutlich länger die Treue gehalten haben.

Beispielsweise Bambini-Stufentrainer Hans Feuz, seit 2004 im Amt, der für sein Engagement den Steinmanndli-Wanderpreis erhielt und zum Ehrenmitglied ernannt wurde. Neues Ehrenmitglied ist auch Sigi Marti für seine rund 25 Jahre als Speaker. Dori Künzi leistete gar 40 Jahre lang Helfereinsätze, zuletzt als Türöffnerin bei der Strafbank. Auch sie wurde an der Hauptversammlung vom Donnerstagabend im Kursaal Interlaken verabschiedet.

Der SC Unterseen-Interlaken geht mit Markus Reist als neuem Präsidenten in die Zukunft. Er ist im Verein beileibe kein Unbekannter: Als Verteidiger hatte er früher noch selber die Schlittschuhe für die «Steinböcke» geschnürt. Seit zehn Jahren ist er Sportchef und half immer wieder als Assistenztrainer aus. «Der SCUI ist für mich eine Herzensangelegenheit», begründet Reist seinen Entscheid, nun auch noch das Präsidium zu übernehmen. «Mir war ein Anliegen, dass es im Vorstand eine gewisse Kontinuität gibt.» Vorerst bleibt er auch noch Sportchef, bis ein Nachfolger gefunden ist. Die organisatorischen Aufgaben innerhalb der ersten Mannschaft hat er bereits an den Betreuer Thomas Häusler abgetreten, der neu als Teammanager fungiert.

Trainer Gertschen bleibt

Kontinuität gibt es auch an der Bande: Reto Gertschen bleibt Trainer der ersten Mannschaft, nachdem er in der letzten Saison eingesprungen war. Das bisherige Trainerduo Philippe Kunz und Martin Allenbach wurde freigestellt, weil der SCUI in akute Abstiegsnot geraten war. Unter Gertschens Leitung gelang der «Turnaround»: In der Abstiegsrunde wurde der Ligaerhalt letztendlich souverän erreicht, wie Markus Reist resümierte.

Finanziell steht der SCUI gut da: Trotz weniger Einnahmen kann der Verein – auch dank Sparmassnahmen – für das abgelaufene Jahr einen Gewinn von rund 5000 Franken ausweisen. Für die Finanzen ist im Vorstand an Stelle des zurückgetretenen Hansueli Landmesser neu Rita Gurtner zuständig. Ebenfalls neu im Vorstand sind Manuela Mühlemann (Events) und Michelle Brunner (Marketing); wiedergewählt wurde Logistikchefin Claudia Schatzmann. Der EKI-Rookie-Preis für den besten jungen Spieler in der 1. Mannschaft ging an Lukas Roth, der Topskorer-Preis an Luca Suter und der Eisbär-Wanderpreis für besondere Verdienste an Christine Jaggi.

Flücks Vision

Peter Flück und Rick Maurer blickten gemeinsam auf ihre fünf Jahre in der Vereinsleitung des SCUI zurück. Wie der Club im Nachwuchsbereich und bei den Finanzen dastehe, sei zufriedenstellend. «Andere Ziele haben wir nicht erreicht», so Flück. Beispielsweise, die erste Mannschaft in der 1. Liga zu den Spitzenteams heranzuführen. Der neuen Vereinsleitung gibt Flück eine Vision auf den Weg, nämlich alle anderen Hockeyclubs im östlichen Oberland zu integrieren. «Somit könnte man sich beispielsweise Diskussionen um Nachwuchsbeiträge künftig sparen», so Flück.

Berner Oberländer

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