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St. Urs: Bald nicht mehr unter Schutz

Der Gasthof St. Urs wird nun vielleicht doch aus seiner Schutzwürdigkeit entlassen. Der Ball liegt nun bei der Gemeinde. Könnte das Gebäude abgebrochen werden, eröffneten sich neue Möglichkeiten für eine Überbauung.

Die kantonale Denkmalpflege krebst zurück: Der Gasthof St. Urs in Biberist wird nun doch aus seiner Schutzwürdigkeit entlassen. Noch im August hatte die Denkmalpflege nach einer Inspektion der alten Mauern entschieden, diese unter Schutz zu belassen. Allerdings schränkte Samuel Rutishauser schon damals ein, dass die Denkmalpflege bereit wäre, die Schutzwürdigkeit aufzuheben, wenn ein Projekt vorgelegt würde, das fürs Ortsbild ähnlich wertvoll wäre wie der «St. Urs».Besitzer stellten AntragNun nimmt der Kanton die Schutzentlassung bereits vor, bevor ein Projekt auf dem Tisch liegt. «Wir haben einen entsprechenden Antrag gestellt», bestätigt Christian Lauper, einer der Mitbesitzer des abgebrannten Gasthofes. Denkmalpfleger Stefan Blank erklärt, weshalb der Kanton bereit ist, den «St. Urs» aus dem Schutz zu entlassen: «Der Wille der Eigentümer, den ‹St. Urs› wieder aufzubauen, hat gefehlt.» Auch die Gemeinde hätte sich nicht finanziell an einem Wiederaufbau beteiligen wollen, so der Denkmalpfleger. Und der Kanton hätte den Wiederaufbau nicht alleine tragen können. «So wäre der ‹St. Urs› eine Brandruine geblieben.»Das letzte Wort ist allerdings noch nicht gesprochen. Zunächst widmet sich die Biberister Baukommission dem Thema, danach befasst sich der Gemeinderat mit der Schutzwürdigkeit.Eine Chance für BiberistWill der Rat den «St. Urs» im Schutz belassen, müsste sich die Gemeinde finanziell am Wiederaufbau beteiligen. Entschieden ist zwar noch nichts, doch bereits mehrfach haben die Gemeinderäte signalisiert, dass sie dazu nicht bereit wären. Ganz unglücklich scheint der Rat nicht über die neue Situation. In der Diskussion um die künftige Nutzung des Afeg-Areals wurde betont, dass ein Abriss des ehemaligen Gasthofes neue Möglichkeiten bieten würde, das gesamte Gelände gegenüber der Gemeindeverwaltung zu überbauen. «Dort könnte etwas Gutes entstehen», findet auch Alfred Götschi, Präsident der Bau- und Werkkommission. Obschon er es bedauert, dass der «St. Urs» abgerissen wird, ist er offen für neue Nutzungen des Areals.Kein zweiter KonzerttempelWas dereinst anstelle des alterwürdigen Gasthofes das Dorfzentrum zieren könnte, ist noch unklar. «Soweit sind wir noch nicht», sagt Christian Lauper dazu. Eines steht aber fest: Einen zweiten Rockpalast gibt es nicht. «Das rentiert nicht», so Lauper.

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