Zum Hauptinhalt springen

Stadt sucht Selve- Erinnerungsstücke

Kunst in thunWer besitzt alte Selve-Erinnerungsstücke

Zurzeit wird im ehemaligen Selve-Industrieareal in Thun der neue Stadtpark gebaut. Die städtische Kulturabteilung lud sechs Kunstschaffende ein, eine künstlerische Arbeit für den Park oder das kurze Wegstück zwischen Aare und Konzepthalle 6 zu skizzieren. Das Projekt «schiessen & giessen. Geschichten erzählen» von Daniela Keiser und Arno Hassler aus Zürich wurde von einer siebenköpfigen Jury zur Realisierung ausgewählt. «Es ist unaufdringlich, wirkt schlicht und poetisch und weist einen direkten Ortsbezug auf», begründet die Stadt in der Medienmitteilung den Entscheid der Jury. Neben den Siegern wurden Dominik Stauch (Thun), George Steinmann (Bern und Thun), Kilian Rüthemann (Basel), Kerim Seiler (Zürich) und Ariane Epars (Cully VD) zum Wettbewerb eingeladen. Insgesamt 100000 Franken Das Kostendach für das gesamte Projekt – inklusive Jurierung, der Honorare der Kunstschaffenden sowie Material- und Handwerkskosten – beträgt 100000 Franken. Der Kredit wurde 2010 vom Stadtrat genehmigt. Die Stadt initiiert Kunstprojekte im öffentlichen Raum, wenn eine hohe Publikumsfrequenz zu erwarten ist und diese wirkungsvoll inszeniert werden können. Daniela Keiser (1963) und Arno Hassler (1954) leben und arbeiten in Zürich. Mit der Materialwahl nehmen die Kunstschaffenden direkt Bezug zu den Selve-Metallwerken und somit zur Geschichte des Areals. Die Messingobjekte, zum Beispiel eine Pistole, Munition und ein Fisch, werden in die 35 Meter lange Bank, die im Park aareseitig aufgestellt wird, eingelegt. Zum Geschichtenerzählen Die Anordnung der Gegenstände erfolgt nicht chronologisch. Vielmehr sollen sie in Dialog zueinander gesetzt werden, Assoziationen wecken, zum Gespräch und zum Geschichtenerzählen anregen. Bei den Objektkompositionen wird auch dem haptischen und sinnlichen Element ein wichtiger Stellenwert beigemessen. Die Messinggegenstände sollen betastet werden, wodurch sich ihre Oberfläche im Laufe der Zeit verändert und sich eine Patina bildet. Erinnerungsstücke gesucht Vorgesehen ist, dass die Kunstschaffenden für die dreidimensionalen Bildkompositionen zusätzlich zu bereits vorhandenen Selve-Erinnerungsstücken auch an die Selve-Geschichte erinnernde Objekte der Thuner Bevölkerung in die Arbeit integrieren. Wer von Hand tragbare, an die Selve-Zeit erinnernde Objekte besitzt, wird ermuntert, diese für das geplante Kunstprojekt während dreier Wochen auszuleihen. Diese werden von der Kulturabteilung entgegengenommen, von den Kunstschaffenden fotografisch erfasst und dokumentiert. Anschliessend wählen Keiser und Hassler einige Gegenstände aus und machen davon einen Abguss. Die Erinnerungsstücke werden unbeschädigt wieder an die Besitzerinnen und Besitzer zurückgegeben. Die Objekte müssen zwingend tragbar sein. pdAlle eingereichten Projektskizzen des Wettbewerbs für Kunst im Selve-Park werden vom 17. bis 28.Juni in der Konzepthalle 6 an der Scheibenstrasse 6 in Thun ausgestellt. Abgabe der Gegenstände: 20.6., 17–18.30 Uhr und 24.6., 12–13.30 und 16–17 Uhr; Ort: Rathaus, Kulturabteilung, 3. Stock; Abholen der Gegenstände: 5.7., 12–13.30 Uhr und 7.7., 16.30–17.30 Uhr, Ort: Rathaus, Kulturabteilung, 3.Stock >

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch