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Starke Figuren werben im Kreisel

Beim Postkreisel Interlaken wurden drei aus Eiche geformte Figuren enthüllt. Als erste Vorboten auf das Eidgenössische Jodlerfest 2011 begrüssen nun eine Jodlerin, ein Alphornbläser und Fahnenschwinger

Interlaken pulsiert. Mitten im Herzen des Verkehrs, auf dem Kreisel am Postplatz, stehen mit überlegener Ruhe die ersten drei Vorboten des Eidgenössischen Jodlerfests 2011. Zehn Monate, bei Wind und Wetter, werden Tausende von Autos, Velos und Kutschen sie umfahren, Blitzlichtgewitter die Figuren zu jeder Tageszeit erschrecken, der eine oder andere Hund wird den Weg zu ihren Füssen finden. Doch dies wird weder Jodlerin noch Alphornbläser oder Fahnenschwinger ins Wanken bringen. Aus harter Eiche geformt, haben die Figuren gute Chancen, auch nach dem Jodlerfest noch über Generationen an diesen einzigartigen Anlass zu erinnern. Mehr als Fotosujets Am Dienstag haben über dreissig Frauen und Mannen, die sich für das Eidgenössischen Jodlerfest 2011 engagieren, zusammen mit Gemeindevertretern aus dem Bödeli die drei Figuren enthüllt. Die schlichte, bodenständige Feier mit Jodelliedern und Alphornklängen umrahmt, bot bunte Fotosujets für unzählige Passanten. Der junge Künstler Pascal Sturm hat in knapp vier Monaten die drei Figuren mit der Motorsäge direkt im Wald, in der Nähe von Wetzikon, aus über hundertjährigen Eichen geformt. Aufgewachsen ist Pascal Sturm in Wilderswil und arbeitet heute als Revierförster im Zürcher Oberland. Doch seine Leidenschaft ist das Formen von Figuren aus lebendigem Holz. Sein Atelier ist der Wald, eng verbunden mit der natürlichen Umgebung entwickeln sich seine urchigen Werke. Die lebensgrossen Figuren machen nun als erste Vorboten auf den Grossanlass im kommenden Juni aufmerksam. Junge begeistern Weitere Figuren – gestaltet von Schülerinnen und Schüler aus Interlaken – werden an den Einfallstrassen in Unterseen und Matten als Willkommensgruss für das Fest werben. «Altes Brauchtum hat Menschen nötig, die gewillt sind, dieses weiter zu pflegen. In unserer schnelllebigen, computergesteuerten Zeit ist dies nicht selbstverständlich», stellte Walter Dietrich, als OK-Präsident für den Bereich Anlässe verantwortlich, an der Enthüllung der Figuren fest. Dabei ist er sich bewusst, dass es gewisse Öffnungen hin zur Moderne braucht, um die Jugend für das Brauchtum zu begeistern. Pascal Sturm als junger Künstler ist einer dieser Macher, die sich mit Begeisterung dafür einsetzen. Peter Wenger >

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