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Startschuss für den lang ersehnten Hochwasserschutz

Wünnewil-Flamatt

«Dies ist wahrlich ein denkwürdiger Moment», sagte Projektleiter Marius Cotting am Freitagnachmittag am Spatenstich zum Hochwasserschutz-Projekt «Untere Taverna» in Flamatt. Mit dem Baubeginn für die Verlegung des Taverna-Laufes beginne die Umsetzung einer 25 Jahre andauernden Projektierungs- und Planungsphase. Lange hatte man nach Lösungen gesucht, welche Hochwasserschäden in Flamatt in Zukunft verhindern sollten. «Gut Ding will Weile haben», stellte Gemeindepräsidentin Doris Bucheli-Betschart in ihrer Ansprache fest und brachte ihre Freude über den Startschuss des Projektes zum Ausdruck, das von besonderer Bedeutung für die Gemeinde und die Region sei. Durchstich in drei Monaten Drei Etappen umfasst das Hochwasserschutz-Projekt (siehe Kasten). Mit dem Bau der neuen Strassenbrücke unterhalb des Tunnels Chrummatt hat das kantonale Tiefbauamt im Juli 2010 mit den ersten Arbeiten begonnen. Am Freitag startete nun jene Bauphase der ersten Etappe, die unter der Leitung der Gemeinde Wünnewil-Flamatt steht. Dabei wird zwischen dem Tunnel und der reformierten Kirche in Trockenbauweise ein neues Flussbett erstellt. Durch die Bepflanzung entlang des neuen Flusslaufes sowie einem Biotop soll dieser möglichst naturnah gebaut werden. Drei Monate soll es dauern, bis es zum spektakulären Durchstich kommt und das alte Bachbett ausgedient hat. Dann ist die erste von sechs Phasen der ersten Etappe beendet. Allgemein ist es das Ziel, den Lauf der Taverna zwischen dem Weiler Mühletal und der Mündung in die Sense auszubauen, um der Taverna mehr Platz zu verschaffen. Dass die Natur sich nicht beherrschen lässt, mussten das Mühletal und Flamatt bereits mehrere Male erfahren. Keine Schwimmweste mehr Zuletzt 2007 und 1985 richteten Hochwasser in Flamatt Schäden in der Höhe von 3,5 beziehungsweise 5 Millionen Franken an. «Wir wissen, dass es vor Hochwasser keinen absoluten Schutz gibt», sagte Doris Bucheli. «Wir werden hier zum Schutz der Bevölkerung aber das Bestmögliche realisieren», betonte sie. Auch Oberamtmann Nicolas Bürgisser, der mit Schwimmweste ausgestattet nach Flamatt kam, hat Vertrauen in den Hochwasserschutz. «Flamatt ist nun sicherer», sagte er und zog symbolisch seine Weste wieder aus. Karin Aebischer>

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