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Zwei Aspekte betonen fast alle Ex-Regierungsstatthalter: Die Abgangsentschädigungen seien nicht von ihnen, sondern vom Regierungsrat festgelegt worden. Und: Sie entsprächen dem Personalgesetz, was auch im Grossen Rat unbestritten war. Interessant ist, was Barbara Labbé (La Neuveville) sagt: Auch sie finde eine Abgangsentschädigung für jemanden, der wie sie eine Stelle habe, etwas seltsam. Sie habe aber kein schlechtes Gewissen, da sie im Vergleich zu Kollegen, die später als Statthalter angefangen hätten, viel weniger verdient habe. Auch habe sie trotz 50 Prozent-Pensum mehr als halbtags gearbeitet. Auch Franziska Sarott (Schwarzenburg) wertet das Geld als nachträgliche Anerkennung der vielfältigen Dienste, die sie Tag und Nacht, weit über ihr Pensum hinaus und öffentlich exponiert erbracht habe. «Zu einem relativ bescheidenen Lohn.» Sie habe diese Nachteile gerne in Kauf genommen – die Entschädigung empfand sie aber als angebracht. Martin Lerch (Aarwangen) sagt, die Liste enthalte die Bruttoabgangsentschädigung. Er gibt zu bedenken, dass er die neue Stelle beim Bund nicht nahtlos antrat, sondern eine Weiterbildung von sieben Monaten eingeschoben habe. Bei der Pensionskasse des Bundes gelte zudem das Beitragsprimat, was eine Schlechterstellung bedeute. Simon Bichsel (Signau) betont, er hätte lieber als Stellvertreter des verbleibenden Emmentaler Statthalters gearbeitet als die Entschädigung angenommen. Er wollte aber nicht bis 65 in der von ihm nicht gewünschten neuen Struktur tätig sein. Da habe der Kanton die Abgangsentschädigung vorgezogen. Das Geld habe er vor allem für den Einkauf in die Pensionskasse eingesetzt. Ueli Zaugg (Konolfingen) nahm die Entschädigung «natürlich» dankend an, ohne sie beantragt zu haben. «Wer würde das nicht? Auch die lautesten Kritiker im Grossen Rat würden die Entschädigung kaum ausschlagen.» Er vergleicht sie mit einem Sozialplan. Klar sei: Er hätte viel lieber als Statthalter weitergearbeitet, als mit bald 63 Jahren und einer Abgangsentschädigung in Pension zu gehen. Franz Haussener (Burgdorf) und Antoine Bigler (Courtelary), damals beide 64-jährig, sehen das Geld als Überbrückungshilfe bis zur Pension. Yvonne Kehrli (Oberhasli) wollte auf Anfrage nicht sagen, was sie seit 1.1.2010 arbeitet. Es sei auch nicht an ihr, die Abgangsentschädigung zu kommentieren. Regula Mader (Bern) war gestern nicht erreichbar. Sie gab ihr Amt bereits Ende September 2009 ab. Dem regionalen SP-Magazin sagte sie, nach neun Jahren sei es der richtige Zeitpunkt gewesen aufzuhören. Auch sie erhielt eine Abgangsentschädigung. Sie ist heute unter anderem als externe Mediatorin für die Stadt Bern tätig.as, sgs, ue, fab>

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