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Stimmvolk bewilligte alle Kredite

Das Stimmvolk von Ringgenberg-Goldswil hat an der Gemeindeversammlung vom Mittwochabend alle Kredite abgesegnet.

Die Jahresrechnung 2009 der Gemeinde schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 480 100 Franken ab. Budgetiert war aber «nur» ein Überschuss von 59 000 Franken. Das Resultat ist somit um 18 Prozent besser ausgefallen als im 2008. Damit beträgt das Eigenkapital neu 2,646 Mio. Franken (+22 Prozent). Die mittel- und langfristigen Schulden gingen gegenüber 2008 um ein Prozent zurück und belaufen sich nun auf 2,14 Mio. Franken. Steuern: Besser als Budget Einer der Hauptgründe für die massive Besserstellung gegenüber dem Budget sah Finanzvorsteher Manuel Scheller (SVP) an der Gemeindeversammlung vom Mittwochabend im Gemeinds-hus bei den Steuern, wo 300 000 Franken mehr Einnahmen resultierten als veranschlagt wurden. Weitere herausstechende Abweichungen gegenüber dem Budget waren Besserstellungen beim Forst (125 000 Franken) und im Ressort Bildung (80 000 Franken). Scheller strich vor den 46 Gemeindebürgerinnen und -bürgern (2,5 Prozent des Stimmvolkes) das gesunde Finanzbild der Gemeinde heraus: «Viele öffentliche Institutionen wären froh, sie könnten Gleiches vorweisen». So ist die Bruttoverschuldung der Gemeinde von 69 Prozent im 2005 auf 28 Prozent im 2009 gesunken. Unter 50 Prozent werde als sehr gut bezeichnet, sagte der Vorsteher des Ressorts Finanzen. Zusätzliche Abschreibungen Weiter genehmigte die Versammlung zuerst den Nachkredit für übrige Abschreibungen von 450 000 Franken einstimmig und segnete auch die Jahresrechnung ohne Gegenstimme ab. So nahm die Gemeindeversammlung von Nachkrediten (899 000 Franken) Kenntnis. 54 000 Franken für einen neuen Hydranten mit Zuleitung im Gebiet Steinhauerboden (Golds-wil) wurden ebenso durchgewunken wie den Zusatzkredit von 90 000 Franken für die Generelle Entwässerungsplanung (GEP). Auch die Auflösung des Gemeindeverbandes Arbeitsgericht Interlaken-Oberhasli wurde einstimmig beschlossen. Verkehrsbüro sanieren «Hauptauslöser für die nötige Sanierung ist die Heizung», leitete Vize-Gemeindepräsident und Bauvorsteher Samuel Zurbuchen (SVP) seine Ausführungen zur Sanierung des Verkehrsbüros ein. Bei den teilweise noch alten Elektrospeicheröfen sei die Schaltung defekt. «Dies hat zur Folge, dass die dort arbeitenden Frauen am Morgen viel zu heiss und am Nachmittag viel zu kalt haben», brachte es Zurbuchen auf den Punkt. Die Öfen liessen sich nicht mehr einstellen, so Zurbuchen. Auch das Haus habe diverse Mängel wie schlechte Fenster sowie zu wenig starke Dämmungen. Ein umfassender Gebäudecheck habe nun geschätzte 155 000 Franken Sanierungskosten ergeben. Der entsprechende Kredit führte weder zu Diskussionen noch in der Abstimmung zu Gegenstimmen. Die Arbeiten sollen im kommenden Winter ausgeführt werden. Gemeindepräsident Hans Ulrich Imboden (SVP) stellte bei der laufenden Renovation der Gemeindeverwaltung die Fertigstellung des Sitzungszimmers im Obergeschoss für Ende Juli in Aussicht. Ohne genaue Zahlen zu nennen sagte Imboden, dass die Kosten der Gesamtsanierung «erfreulicherweise im Rahmen» sind. Holzerei-Diskussion Für Gesprächsstoff sorgte die Sicherheitsholzerei am «Goldswiler» (wir berichteten). Einige Bürger kritisierten das «unschöne» Bild der querliegenden Bäume. Gemeindepräsident Hans Ulrich Imboden und Gemeinderat Walter Schmocker zeigten Verständnis, wiesen aber darauf hin, dass der Kanton interveniert hatte. Die zuständige Waldabteilung wies die Gemeinde auf die gesetzlichen Bestimmungen hin und machte klar, dass es keine Beiträge geben würde, sollte Ringgenberg selber Räumungsarbeiten im Hang ausführen. «Das wollen wir ja auch nicht, weshalb wir mit der jetzigen Situation leben müssen», so Imboden. Hans Urfer>

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