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Strättligsteg ab sofort gesperrt

einigenDer Strättligsteg in Einigen ist absturzgefährdet und seit gestern Abend gesperrt. Die Spezialisten suchen jetzt nach Lösungen, den Fussgängerübergang zu retten.

Schon Ende des letzten Jahres stellte Peter Stalder fest, dass unterhalb des Strättligstegs am westlichen Rand das Gelände kubikmeterweise abzurutschen beginnt. In der Folge schenkte der Sachbearbeiter für Tiefbau der Gemeinde Spiez der betroffenen Stelle seine erhöhte Aufmerksamkeit – er kontrollierte die Abbruchstelle und die betonierte Brückenverankerung in regelmässigen Abständen. «Beim neuerlichen Rundgang von gestern Freitag sah ich dann durch den Gitterrost hindurch den vier Zentimeter breiten Spalt im Betonfundament. Grund genug, den Steg sofort zu sperren», sagt Stalder. Die beidseitige Sperrung erfolgte gestern am frühen Abend durch das Spiezer Bauamt. Regen kann Gefahr erhöhen Der 1967 erbaute Strättligsteg an der Gemeindegrenze zwischen Thun und Spiez führt den Wanderweg von Einigen zur Strättligburg über die Kander. Hundert Meter flussabwärts führen auch die Eisenbahnbrücke und die Staatsstrasse von Thun nach Spiez über den Fluss. «Der Strättligsteg gilt als viel benützte Verbindung. Es wäre deshalb äusserst fahrlässig, ihn trotz des angebrochenen Fundaments offen zu lassen», begründet Stalder die Sperrung des dreissig Meter langen Übergangs. Stalder sieht gerade in den vermehrt aufkommenden Gewitterregen ein zusätzliches Gefahrenpotenzial: «Wenn das wegen der langen Trockenheit schlecht vom Boden aufgenommene Wasser durch den offenen Riss ins Innere des Fundaments läuft, könnte dies die Verankerung weiter schwächen und zum Absturz des Stegs führen.» Lösung wird ausgearbeitet Dem Problem soll jetzt Abhilfe geschaffen werden: Seit einiger Zeit beschäftigt sich Helmut Steiger vom Geotechnischen Institut Spiez mit der bröckelnden Brückenauflage und dem darunterliegenden erodierenden senkrechten Steilhang. Und der Thuner Bauingenieur Martin Dietrich (Ingenieurbüro Theiler) arbeitet an einer baulichen Lösung. Diese soll in den nächsten Tagen bereitliegen. Sperrdauer noch unbekannt Der Spiezer Gemeindepräsident Franz Arnold weiss von den speziellen und instabilen Geländeschichten in der Kanderschlucht und vertraut auf die Untersuchungen durch die Fachleute. «Sobald wir von ihnen mehr erfahren, können wir über mögliche Massnahmen entscheiden und auch abschätzen, wie lange wir die Sperrung des Stegs aufrechterhalten müssen. Wir werden auch das Gespräch mit den Berner Wanderwegen suchen. Die Kostenfrage ist noch nicht geklärt.»Bruno Petroni>

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