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«Stress? Nein, habe ich nicht»

Ski kaufen, Sparlampen entdecken oder einfach einen Kaffee trinken: Es gibt viele Gründe, den Sonntagsverkauf zu besuchen.

Sie haben Tradition, die Sonntagsverkäufe in Langnau. Gestern war es wieder so weit: Bei winterlichen Temperaturen flanierten die Besucher durchs Dorf und konnten in 25 offenen Geschäften ihre vorweihnächtlichen Besorgungen machen. Fetziger Jazz und Marschmusik ertönen vom Hirschenplatz her. Immer mehr Leute versammeln sich im Halbkreis um die Bouele Musig. Auch Anna Stirnemann und ihr dreijähriger Sohn Beni hören zu. «Wir wollen Skischuhe für Beni kaufen, gestern hat die Zeit dafür nicht mehr gereicht.» Sonst wären sie heute wohl auf der Skipiste, meint die junge Mutter. Sie ist zum ersten Mal an einem Sonntagsverkauf, hingegen seien sie und ihr Mann regelmässig durch den Weihnachtsmarkt flaniert. Es sei schade, dass der Markt heuer ausgefallen sei. «Mir hat das Ambiente jeweils gefallen.» Sacha Bichsel aus Ramsei steht beim Getränkestand vor dem Hotel Hirschen und wärmt die Finger an einem Becher Apfelpunsch. «Stress? Nein das habe ich nicht», sagt er, zumal er bereits alle Weihnachtsgeschenke gekauft habe. Dennoch werde er bestimmt im einen oder anderen Geschäft ein bisschen «umeschnöigge». Auch werde er mit seinen Kollegen zu Mittag essen. Der Zeitungsverträger Fritz Mauerhofer aus Röthenbach ist seit morgens um 3 Uhr auf den Beinen. Und da er die Angewohnheit habe, nach der Arbeit irgendwo einen Kaffee zu trinken, sei er nach Langnau gekommen. «Jetzt nutze ich den Sonntagsverkauf, um noch ein paar Lebensmittel einzukaufen», sagt er. Die fehlenden Weihnachtsgeschenke will er aber nicht heute besorgen. «Das hat Zeit bis nächste Woche.» «Ich will Schuhe kaufen», sagt Hans Wenger, der mit seiner Frau Therese aus Eggiwil angereist ist. Zudem habe die BKW eine Broschüre verschickt mit den Vorteilen der Sparlampen, sagt er und kramt vier verschiedene Arten Glühbirnen aus der Jackentasche. «Ich will mich beraten lassen und habe diese als Muster mitgenommen.» Das Aussuchen von Weihnachtsgeschenken hingegen steht nicht auf dem Tagesprogramm. «Die haben wir alle schon gekauft.» Jacqueline Graber >

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