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Studer AG bläst zum Grossangriff

SteffisburgDie Werkzeugmaschinenfabrik Fritz Studer AG will im neuen Jahr wieder zulegen. Mit dem neuen Flaggschiff S41 verspricht sie, neue Massstäbe zu setzen.

Nicht mit Pauken und Trompeten, sondern mit Sopransaxofon, Harfe und einem Gemälde läute-te die Fritz Studer AG gestern ihre traditionelle Jahreskonferenz ein. Während Desirée Dell’Amore ihrem Saiten- und Daniel Küffer seinem Blasinstrument lyrische Klänge entlockten, griff der Maler Matthias Winkler zum Pinsel. Mit einer Kamera auf die Leinwand projiziert, entstand vor den Augen von mehreren Dutzend Journalisten aus Europa und Übersee das Wort Evolution. Entwicklung ist zum einen das Motto des gegenwärtig stattfindenden Motion Meetings, zu welchem die Firma Vertreter und Händler aus der ganzen Welt eingeladen hat. Evolution ist aber auch der Übergriff, unter welchem die Studer AG ihre jüngste Offensive lanciert. «Evolution bedeutet in der Natur, dass Gutes noch besser wird», sagte Direktor Stephan Nell. Dasselbe habe das Unternehmen mit seiner Maschine S40 gemacht, die während Jahren ihr stärkstes Zugpferd war. Mit der S40 und den anderen Studer-Produkten werden beispielsweise Einspritzdüsen in der Autoindustrie angefertigt. In diesem Bereich der hochpräzisen Rund- und Innenschleiftechnik ist die Fritz Studer AG weltweit die Nummer 1 . S40: Stolz und Hoffnung «Die S40», sagte Nell weiter, «hat nun einen Nachfolger erhalten: die S41.» Der Name ist unspektakulär, die Maschine hingegen ist der grosse Stolz und Hoffnungsträger des Steffisburger Traditionsunternehmens. Sie schleife noch schneller und noch genauer als ihre Vorgänger und die Produkte der Konkurrenz, betonten Nell und die Co-Direktoren Fred Gaegauf und Michael Horn. Die S40 ist eine Universalschleifmaschine; sie kann in einem Unternehmen zu verschiedenen Zwecken eingesetzt werden und ermöglicht es den Benutzern zudem, mehrere Arbeitsschritte in einem Durchgang zu erledigen. Die Studer-Geschäftsleitung hat hohe Erwartungen an die S41: Sie soll im laufenden Jahr diejenige Maschinen werden, die die die Firma am besten verkauft. «Die Märkte beleben sich wieder», sagte Stephan Nell. «Man geht von einem Wachstum um 20 Prozent aus, und auch wir wollen markant zulegen.» Waren es letztes Jahr noch insgesamt 350 Maschinen, die bei der Fritz Studer AG hergestellt wurden, sollen es 2011 deren 550 sein. «Wir rechnen mit mehr Aufträgen als 2006, als wir erstmals die Umsatzgrenze von 200 Millionen Franken knackten.» Und auch für 2012 ist die Studer-Leitung guter Dinge: Sie will das Umsatzniveau von 2007 erreichen, das eines der Rekordjahre der Firma war. 2009, in einem der schwärzesten Jahre in der Studer-Geschichte, schlitterte das Unternehmen wegen des massiven Auftragsrückgangs knapp an einem Defizit vorbei. Letztes Jahr sei das Absatzvolumen wieder leicht höher gewesen, sagte Nell, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Nach Entlassungen und Kurzarbeit ist die Firma 2010 auch personell wieder gewachsen. Der Mitarbeiterbestand beträgt wieder knapp 800 Personen, hinzu kommen 75 Auszubildende. Zudem sucht das Unternehmen noch Mitarbeiter für 15 offene Stellen. Während viele Firmen der Schweiz den Rücken kehren, weil sie die Produktionskosten als zu hoch erachten, will die Fritz Studer AG ihrem Standort in Steffisburg treu bleiben. «Die Know-How-Teile werden auch weiterhin hier angefertigt», sagte Direktor Horn. Marc Imbodenwww.studerag.ch www.zusammenspiel.ch>

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