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Suva nimmt sich die Schneesportler vor

oberlandMehr als 20 Prozent aller Sportunfälle in der Schweiz sind Wintersportunfälle. Um die Schneesportler für die Gefahren auf der Piste zu sensibilisieren, organisiert die Suva in diversen Skigebieten Events, bei welchen der Bremsweg im Zentrum steht.

«Jeder Autofahrschüler lernt den Zusammenhang zwischen Geschwindigkeit, Reaktionsweg und Bremsweg kennen», schreibt die Suva in einer Mitteilung. Dies sollte auch auf der Skipiste gelten, findet sie. Um Schneesportler für die Gefahren auf der Piste zu sensibilisieren, organisiert sie in diesem Jahr in vierzehn verschiedenen Schweizer Skigebieten Schneesportevents. Am 14. und 15.Januar findet dieser Anlass in Grindelwald statt und am 28. und 29.Januar in Adelboden. Reagieren und bremsen Ein Schneesportler benötigt laut Suva ungefähr 0,9 Sekunden, um auf ein plötzlich auftretendes Hindernis zu reagieren. «Kaum ein Sportler ist sich bewusst, dass bereits bei einer Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometern ein Reaktionsweg von beinahe 12 Metern resultiert», erklärt Samuli Aegerter, Kampagnenleiter Schneesport bei der Suva. Für Pisten lassen sich keine Tempolimiten festlegen wie im Strassenverkehr. Aber viele Unfälle würden passieren, weil Schneesportlerinnen und -sportler ihre Geschwindigkeit unterschätzten und ihre Fähigkeiten überschätzten. An den Schneesportevents sensibilisiert die Suva im persönlichen Gespräch direkt auf der Piste die Schneesportler für ihr Risikoverhalten. Diese Saison bringt sie ihnen zudem spielerisch das Verständnis des Bremsvorgangs auf der Skipiste näher. «Es gibt viele Faktoren, die den Bremsweg beeinflussen», sagt Samuli Aegerter. «Dazu zählen beispielsweise eigenes Fahrkönnen, gut geschliffene Kanten, die Sichtverhältnisse, die Konzentration und das Tempo.» Prävention senkt Kosten Gemäss der Studie «Sport Schweiz» des Observatoriums Sport und Bewegung Schweiz, die im Auftrag des Bundesamtes für Sport erstellt wurde, fahren über zwei Millionen Menschen Ski oder Snowboard. Jährlich verunfallen davon durchschnittlich 67000 Personen; davon sind 33000 erwerbstätig und somit obligatorisch UVG-versichert. Diese 33000 Unfälle verursachen pro Jahr Kosten von rund 240 Millionen Franken. Die Suva will mit ihren Präventionsaktivitäten Schneesportunfälle vermeiden und damit die Unfallkosten senken. Dies wiederum kommt den Versicherten in Form von tieferen Prämien zugute. «White Risk mobile» Mit der App «White Risk mobile» sensibilisieren die Suva und das WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) für die Lawinengefahr. Auf «White Risk mobile» stehen alle Schnee- und Lawineninformationen des SLF zur Verfügung. Zudem können die aktuellen Schnee- und Winddaten der automatischen Messstationen abgerufen werden. Anhand konkreter Fragen beurteilen sie die aktuelle Situation und erhalten vom Analyser Ratschläge, wie das Risiko einer Lawinenauslösung im speziellen Fall minimiert werden kann. Texte und Videos erklären die Hintergründe und helfen, die Situation richtig einzuschätzen. pd/lkwww.suva.ch/schneesport>

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