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Tagesklinik wird privatisiert

MeiringenDas chirurgische Ambulatorium mit Tagesklinik im Gesundheitszentrum wird ab 1.März als private Praxisklinik geführt. Mehrere Teilzeitstellen im Umfang von 100 Stellenprozenten werden gestrichen.

Mit gestriger Pressemitteilung macht die Spitäler Frutigen Meiringen Interlaken (FMI) AG das Erreichen eines weiteren Meilensteins publik: «Die bisher von der FMI geführte ambulante Tageschirurgie mit Tagesklinik für Notfall- und Wahleingriffe wird ab 1.März 2011 von den beiden Chirurgen Rainer Ackermann und Christoph Schenk als private Praxisklinik geführt.» Diese Ärzte übernehmen die bestehende, vor einem Jahr von der FMI AG für eine halbe Million Franken umgebaute und modernisierte Infrastruktur mietweise. Die FMI AG unterstützt die Gründung der Privatpraxis mit einer vier Jahre dauernden Anschubfinanzierung. Personelle Änderungen Die Privatisierung hat personelle Konsequenzen. So werden vier Teilzeitangestellte ihren Arbeitsplatz verlieren, eine Person wird frühzeitig pensioniert. Auf Anfrage erklärt Direktor Urs Gehrig: «Die neue Praxisklinik übernimmt einen Teil des bisherigen Personals. Den anderen Beschäftigten haben wir einen Wechsel ins FMI-Spital Interlaken angeboten.» Von den Personen, die ab 1.März ohne Arbeit dastehen werden, wollte sich niemand zur Sache äussern. Gute Lösung für beide Seiten Laut Urs Gehrig ist die nun gefundene und vertraglich vereinbarte Lösung sowohl für die beiden ortsansässigen Chirurgen als auch für die FMI AG ein Gewinn. So sollen die Chirurgen Rainer Ackermann und Christoph Schenk künftig Angebot, Abläufe und Personalrekrutierung als Selbstständigerwerbende gestalten können: «Für die FMI AG entfällt die Deckung des seit der Eröffnung der Tageschirurgie erheblichen Defizits», sagt Direktor Urs Gehrig. Mit dem Umbau sämtlicher Geschosse, dem im Dezember bevorstehenden Einzug dreier regionaler Hausärzte in eine Praxisgemeinschaft, der Integration der Spitex Oberhasli und weiterer Gesundheits- und Beratungsstellen konnte laut Medienmitteilung ein modern eingerichtetes Versorgungszentrum aufgebaut werden. Mit diesem soll der Bevölkerung künftig ein breites medizinisches Versorgungsspektrum zur Verfügung stehen. Übrige Angebote bleiben Der von der FMI AG in Meiringen gestellte Rettungsdienst ist von der Änderung im chirurgischen Ambulatorium nicht betroffen und bleibt unverändert im bisherigen Rahmen bestehen. Ebenfalls nicht tangiert ist die von der FMI AG geführte Röntgenabteilung, die laut Pressemitteilung den Bedürfnissen der neuen Chirurgiepraxis sowie der künftigen Hausärzte-Praxisgemeinschaft angepasst wird. Bestehen bleiben auch die orthopädische und kardiologische Sprechstunde sowie das Beratungsangebot. Auch die Suchtberatung bleibt bestehen. Vorgesehen ist die Integration einer privat geführten Physiotherapie sowie der Mütter- und Väterberatung. Die FMI AG bleibt Besitzerin der Liegenschaft und ist abgesehen von den verbleibenden eigenen Angeboten Vermieterin der Infrastruktur. Das im Untergeschoss untergebrachte Personalrestaurant wird Ende 2010 geschlossen. Das Küchenteam wechselt zur benachbarten Stiftung Sunneschyn, die Ende Jahr in ihrer ehemaligen Werkstatt ein Restaurant eröffnen wird und damit ihre Mitarbeiter selbst verpflegt. Weil damit ein Grossteil der Kundschaft im Gesundheitszentrum entfällt, ist hier der Betrieb eines eigenen Personalrestaurants nicht mehr gerechtfertigt. Saisonale Öffnungszeiten Die neue tageschirurgische Praxisklinik für Allgemeine, Unfall- und Orthopädische Chirurgie ist während der Winter- und Sommersaison täglich von 9 bis 20 Uhr geöffnet. In der Zwischensaison (Ostern bis Juni und Mitte September bis Ende November) steht das Praxisteam am Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 9 bis 17 Uhr sowie am Mittwoch und Samstag von 9 Uhr bis 12 Uhr zur Verfügung. In der Zwischensaison ist die Praxis während zweier Wochen geschlossen. Bruno Petroniwww.spitalfmi.ch>

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