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Taverna Romana verlässt Twann

Gault-Millau-Restaurant Die Taverna Romana in Twann schliesst Mitte November ihre Türen. Die Pächter Daniel und Mariana Meola versuchen nach Unstimmigkeiten mit dem Eigentümer ihr Glück im Bucheggberg.

Twann verliert mit der Taverna Romana ein mit 13 Gault-Millau-Punkten ausgezeichnetes italienisches Restaurant. Das Pächter-Ehepaar Daniel und Mariana Meola wirtete zehn Jahre in Twann. Daniel Meola (45) ist in Aarberg aufgewachsen. Er hat 20 Jahre in Rom gearbeitet, dazwischen verbrachte er zwei Jahre in Berlin. In Rom lernte er seine Frau Mariana (35) kennen, eine gebürtige Rumänin. Gemeinsam zogen sie 1999 in die Schweiz und pachteten 2001 die Traube in Twann. Aus der Traube wurde die Taverna Romana. Das Ehepaar Meola war zufrieden mit der Entwicklung seines Restaurants, doch es kam zu Unstimmigkeiten mit dem Eigentümer Toni Martin. Beide Parteien werfen einander vor, nur aufs Geld zu schauen. Die Gründe für Meolas Kündigung stellen beide Seiten unterschiedlich dar. Daniel Meola sagt dazu: «Wir konnten uns mit Herrn Martin nicht über den Zins einigen.» Für Martin liegt der Hauptgrund von Meolas Wegzug bei deren Wunsch nach einem eigenen Restaurant. «Am Zins kann es nicht liegen – ich habe ihn innerhalb von zehn Jahren nur um 200 Franken erhöht, auf 3400 Franken.» Meola bestätigt zwar diesen Zins, erwidert jedoch: «Jährlich kamen um die 6000 Franken an Nebenkosten dazu.» Ausserdem hat sich Martin laut Daniel Meola nie um irgendetwas gekümmert: «Wir haben alle Reparaturen selber durchgeführt.» Meolas wären gerne geblieben, schliesslich wohnen sie in Twann und sind mit der Region und dem Bielersee sehr verbunden. «Natürlich werden uns auch unsere Gäste fehlen», so Meola. Ihr Mietvertrag läuft noch bis Ende April, doch bereits am 12. November schliessen sie in Twann die Türen. Nun zieht es sie in den Bucheggberg. Die Begegnung mit dem Sternen im solothurnischen Hessigkofen war für Meola «Liebe auf den ersten Blick». Sie konnten die Liegenschaft kaufen und sind jetzt Besitzer eines eigenen Restaurants. Am 20. November werden sie dort ihre Taverna Romana wieder eröffnen, erste Reservationen sind bereits eingegangen. Ihrer gehobenen italienischen Küche wollen die Meolas treu bleiben. Sie erhoffen sich für nächstes Jahr denn auch, mit dem Sternen wieder im Gault Millau vertreten zu sein. Allerdings möchten sie auch der Sternen-Tradition als Landgasthof gerecht werden. Noch kein neuer Pächter Toni Martin, Eigentümer der Twanner Liegenschaft, ist pensionierter Architekt und möchte sich nun persönlich um ein neues Restaurantkonzept kümmern. Ihm schwebt eine «moderne Variante des ursprünglichen Restaurants Traube vor, also zurück zur Dorfbeiz. «Es wäre naiv, zu glauben, dass man das jetzige Niveau halten kann», glaubt Martin. Dafür sollen in Zukunft vermehrt diverse Events durchgeführt werden. Trotz seiner engagierten Umbaupläne hat Martin bisher noch keinen neuen Pächter gefunden. Er möchte seine Ideen deshalb auch niemandem aufdrängen, sondern zeigt sich bereit, sich auf die Vorstellungen der zukünftigen Pächter einzulassen. ab/bt>

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