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Tennisclübler schwingen den Kochlöffel

sumiswaldFür einen Tag spielte der Tennisclub Sumiswald-Wasen Hausherr im

«Heute sind wir Schef» prangt auf den purpurnen T-Shirts der Sumiswalder Tennisclubmitglieder. Gestern hüteten sie das Forum Sumiswald. Sie taten dies, damit die Belegschaft auf Reisen gehen konnte. Eigentlich hätten die Angestellten des Sportzentrums heuer auf den gemeinsamen Ausflug verzichten müssen. Anders als in den vorhergehenden Jahren nämlich wurde der Betrieb während der Revisionsarbeiten nicht geschlossen. Das wäre auch nicht möglich gewesen, da sich zurzeit Gäste im Haus befinden: 110 Schulkinder aus Blatten geniessen hier ihr Sommerlager. Doch Geschäftsleiterin Cornelia Schnell hatte eine Idee. Sie fragte bei den Dorfvereinen an, ob jemand Lust hätte, das Forum einen Tag lang zu hüten – und erhielt spontan die Zusage der Tennisclübler. Die sportlichen Jungsenioren – sechs Herren und zwei Damen – traten mit Begeisterung ihr Amt an. Dies sah man allein schon daran, dass sie auf diesen Tag hin extra T-Shirts bedrucken liessen. Wie Tennisbälle Kurz vor Mittag, die Kochbrigade schwitzt in der Küche: Einer wäscht ab, einer rührt Sauce, einer hütet die Kasse, und drei sind am Kugelnformen. 25 Kilogramm Hackfleisch, Brät und Kräuter werden rund um ein gekochtes Ei gewickelt, sodass tennisballförmige Kugeln entstehen. «Eigentlich könnten wir einen Ball drin verstecken und schauen, wie einer hineinbeisst», meint jemand, und alle lachen. Nach dem Braten halbiert man die Bälle, sodass sie zu Vogelnestern mutieren. Ausser den 110 Schülern wollen einige Angestellten aus umliegenden Betrieben verköstigt werden. Hinzukommen die Sumiswalder Krankenkasse, der Gemeinderat und der Verwaltungsrat des Forums. Doch Saucier und Hobbykoch Daniel Krebser nimmts gelassen, immerhin hat er schon Erfahrung als Schullagerkoch. Den Köchen geht eine Küchenangestellte, die mit den Apparaturen vertraut ist, zur Hand. Und ausserdem ein «Sträfling»: Das Mädchen kam zu spät zum Wandern und wurde deshalb in die Küche strafversetzt. Tragisch nimmt sie es offensichtlich nicht, es geht lustig zu beim Kochen. «Zusammen mit Kartoffelstock, Gemüse und Salat gibt das ein feines Menu für 15 Franken», sagt Daniel Krebser. Rund 160 Portionen werden gekocht, selber will man ja auch etwas essen. Ruhige Kugel Während ihre Männer in der Küche schuften, haben es Ursula Wymann und Andrea Krebser als Empfangsdamen etwas leichter. Trotzdem finden sie, sie hätten den Apéro, den man ihnen gerade serviert, durchaus verdient. Am Morgen sei ein Lastwagen mit Papier angekommen, das sie auf einem Wägeli zwischengelagert hätten, weil sie nicht gewusst hätten, wohin damit. Und der Sanitärvertreter durfte Prospekte und Visitenkarte deponieren. Die Schulkinder seien unter Obhut der Lehrer und «recht brav». Aber dann habe ja noch die Zeitung ihren Besuch angekündigt Gertrud Lehmann>

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