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Thun in Tuchfühlung mit der Spitze

UnihockeyMit dem 5:4 nach Verlängerung schloss der UHC Thun in der Nationalliga B zum Leader Olten auf.

Man nehme eine Margerite, reisse Blatt für Blatt ab und spreche: «Thun gewinnt, gewinnt nicht, gewinnt, gewinnt nicht, gewinnt!» Die Berner Oberländer siegten im NLB-Spitzenkampf in Olten mit 5:4 nach Verlängerung, holten zwei Punkte – und verspielten den dritten. Sie liessen den Gegner aufkommen, als sie führten. Drehten das Spiel, als es verloren schien, und mussten doch noch in die Verlängerung, ehe sie siegten. Optimaler Start Die Thuner waren in den ersten 20 Minuten die bessere Mannschaft. Liessen dem Gegner wenig Raum, waren aber beim Führungstreffer trotzdem auf einen Geniestreich eines einzelnen Spielers angewiesen. In der 13.Minute schnappte sich Patric Burger hinter dem eigenen Tor den Ball. Er schaute auf, sah, dass er Platz hatte, lief übers halbe Feld, liess einen Gegenspieler aussteigen und passte in die Mitte. Dort stand Lukas Akermann, der den Ball direkt ins Tor beförderte. Noch besser wurde die Thuner Ausgangslage mit dem 2:0 Christof Manns 10 Sekunden vor Ablauf des Startdrittels. Der Zweitorevorsprung war gut fürs Gemüt und schlecht für den weiteren Spielverlauf. Thun wurde nämlich in der Folge passiv. Zu passiv. Olten übernahm ab dem zweiten Drittel das Spieldiktat, zuerst ohne Erfolg. Erst im dritten Drittel, als die Thuner nochmals etwas nachgelassen hatten, fiel in der 43.Minute das 1:2. Und weitere 4 Minuten später der Ausgleich und nochmals kurz später das 3:2. Das Spiel hatte sich zuungunsten des UHC Thun gedreht. War eigentlich nicht mehr zu gewinnen. Das Team von Roger Gerber gab aber nicht auf, was diesen positiv stimmte. 4 Minuten vor Schluss stand Akermann abermals goldrichtig. Mit dem 3:3 war die Partie aber noch längst nicht vorbei. Mit dem dritten Tor bewies Akermann 2 Minuten später erneut seine Skorerqualitäten. Thun lag unerwartet wieder vorne und hatte den Sieg eigentlich im Sack. Eigentlich, denn 37 Sekunden vor der letzten Sirene führte eine Unachtsamkeit der Thuner zum erneuten Ausgleich. Die Mucha-Zwillinge überraschten die Oberländer Hintermannschaft und jubelten über das 4:4. In der Verlängerung war das Momentum damit wieder auf die Seite Oltens gekippt. Doch das Momentum war an diesem Abend nichts wert. Thuns Captain Jonas Wettstein beendete einen unterhaltsamen Unihockeyabend mit dem 5:4. Vorteil Thun Trainer Gerber wusste genau, bei wem er sich für den Sieg zu bedanken hatte. «Die Sturmlinie mit Burger, Wettstein und Akermann war überragend», bilanzierte er. Nach der Hälfte der NLB-Qualifikationsrunde wagte sich der Übungsleiter auch erstmals auf die Äste hinaus. «Wenn wir unser Spiel spielen, müssen wir in dieser Liga keinen Gegner fürchten», sagte er. Die Aussage basiert auf dem starken ersten Drittel des Spitzenkampfs. Stephan DietrichTelegramm/Rangliste Seite 20>

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