Beatenberg

Wohnen im Schulhaus Schmocken?

BeatenbergEin Verein will das verwaiste Schulhaus Schmocken sinnvoll nutzen. Das Areal bietet sich für Wohnraum an, das benach-barte Altersheim für Dienstleistungen.

Das Schulhausareal  mit dem 1953 erbauten Schulhaus Schmocken grenzt an das frisch sanierte Altersheim (rechts im Bild).

Das Schulhausareal mit dem 1953 erbauten Schulhaus Schmocken grenzt an das frisch sanierte Altersheim (rechts im Bild). Bild: Anne-Marie Günter

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Das Schulhaus Schmocken in Beatenberg – 1953 gebaut, 1250Quadratmeter Bruttogeschossfläche, als erhaltenswert eingestuft, amtlicher Wert 826700 Franken, ein Areal von 3838Quadratmetern, beste Aussichtslage – hat mangels Schülern ausgedient. Die Gemeinde will es verkaufen, der Verein Schulhausareal Schmocken will es übernehmen und einer Nutzung zuführen, die der Bevölkerung dient. Er stellte am Freitag der Öffentlichkeit vor, was er bisher getan hat und wie eine Nutzung für das Schulhaus aussehen könnte. Eine Umfrage bei den Beatenbergern – 32 Fragebögen kamen zurück – zeigte, dass oben auf der Wunschliste Zweizimmerwohnungen mit Dienstleistungen stehen.

Preisverhandlungen

Rudolf Schatzmann, Architekt und Vorstandsmitglied, legte dar, wie eine Überbauung aussehen könnte: Das Schulhaus würde saniert, westlich vorgelagert gäbe es einen kleineren, östlich einen grösseren Neubau. Die Nutzung wäre durchmischt: Burgerstube, stilles Gewerbe, eventuell Wohngemeinschaften. Der Schwerpunkt läge bei kleineren Wohnungen, die Dienstleistungen könnten beim benachbarten Altersheim bezogen werden. Die Kosten für gut dreissig Wohneinheiten und Parkhaus werden auf 18,5Millionen Franken geschätzt. «Wir wollen das Areal der Spekulation entziehen», sagte Schatzmann. Die künftige Trägerschaft, deren Form noch nicht bestimmt ist, soll nicht gewinnorientiert arbeiten.

Knacknuss ist noch der Preis

«Der Gemeinderat ist gegenüber dem Projekt grundsätzlich positiv eingestellt», sagte Gemeindepräsident Christian Grossniklaus. Es liegt in einer Zone mit Planungspflicht, in der eine Wohnnutzung angedacht ist. Eine Knacknuss ist noch der Preis. Grossniklaus erinnerte an die sieben Millionen Franken Schulden der Gemeinde und an die hohen Sanierungskosten für das Schulhaus Spirenwald. Der Verein möchte einen eher tiefen Preis einsetzen, um den Wohnraum erschwinglich zu gestalten. Vereinspräsidentin ist Christina Raemy, dem Vorstand gehören Rudolf Schatzmann, Andres Sieber, Verena Moser und Erika Zobrist an. Der Verein hat dreissig Mitglieder. (Berner Oberländer)

Erstellt: 03.11.2014, 13:11 Uhr

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