Zweisimmen

Zwei Verletzte nach Flugzeugabsturz

ZweisimmenAm Montagnachmittag ist in Zweisimmen ein Kleinmotorflugzeug abgestürzt. Der Pilot und ein Begleiter konnten sich aus dem Wrack befreien. Die Männer wurden verletzt ins Spital gebracht.

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Komplett zerstört liegt das Wrack auch Stunden nach dem Absturz beim Camping Vermeille in Zweisimmen in der Simme. Damit die starke Strömung das Kleinmotorflugzeug nicht weiter mit sich riss, wurde es von den Rettungskräften an Bäumen und Sträuchern gesichert. Erst um 20.30Uhr konnte schliesslich mit der Bergung mittels Kranlastwagen begonnen werden.

Die Meldung über einen Flugzeugabsturz ging bei der Kantonspolizei Bern lange vorher, um 15.40Uhr, ein. Gemäss ersten Ermittlungen schlug das Kleinflugzeug beim Zusammenfluss der beiden Simmen im Uferbereich auf dem Boden auf. «Ob es allenfalls direkt in die Simme gestürzt ist, muss noch abgeklärt werden», sagte Andreas Hofmann, Mediensprecher der Kantonspolizei, am Montagabend vor Ort. Dem verletzten Piloten und einem ebenfalls verletzten Begleiter gelang es jedoch, sich selbstständig aus dem Wrack zu befreien, ehe dieses durch die starke Strömung mitgerissen wurde. «Nachdem die beiden Männer durch die Rettungskräfte erstversorgt worden waren, wurden sie mit einer Ambulanz und einem Helikopter ins Spital gebracht.» Zu den beiden Personen oder zur Schwere der Verletzungen konnte Hofmann bis Redaktionsschluss keine Angaben machen.

Keine Gefahr für Umwelt

Das Wrack driftete nach der Bergung ab und verkeilte sich rund 300 Meter flussabwärts beim Camping Vermeille im Flussbett der Grossen Simme. Die Einsatzkräfte – darunter auch zwei Polizeitaucher – konnten das Flugzeug dort vor einem weiteren Abdriften sichern.

Verzögert wurde die Bergung schliesslich durch die starke Strömung der Simme. «Laut der anwesenden Seepolizei betrug diese rund 20 Kubikmeter pro Sekunde, und die Wassertemperatur war sehr kalt», so Hofmann. Zudem müsse man bei Bergungen von Kleinflugzeugen immer auch berücksichtigen, dass die Maschine mit einem sogenannten ballistischen Fallschirmrettungssystem ausgerüstet sein könnte – in Zweisimmen war dies der Fall. Würde ein solches Rettungssystem bei der Bergung losgehen, könnte dies fatale Konsequenzen für die Rettungskräfte haben. Eine Gefahr für die Bevölkerung oder die Bewohner des Campingplatzes habe aber nie bestanden, sagt Hofmann. Zudem gebe es auch keine Hinweise auf eine Verschmutzung der Simme.

Untersuchung eingeleitet

Der Abflugort des Flugzeuges sowie Sinn und Zweck des Fluges müssten nun abgeklärt werden. Deshalb war am Montag auch ein Vertreter der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle vor Ort, die den Unfall untersuchen wird. Im Einsatz standen zudem verschiedene Spezialdienste der Kantonspolizei und die Feuerwehr Zweisimmen. (Berner Oberländer)

Erstellt: 27.04.2015, 22:47 Uhr

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